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Schluß mit der Verlustangst


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Verlaufen, verletzt, gestohlen oder einfach nur zu freiheitsliebend – es gibt viele Wege, auf denen ein Tier verloren gehen kann

Aber es gibt nur einen wirklich sicheren es wiederzufinden – die elektronische Tierkennzeichnung und Registrierung.

Für Tierhalter ist es ein Drama, wenn der Hund sich selbstständig macht oder die Katze am Morgen nicht nach Hause kommt. In Deutschland entlaufen jährlich rund 300.000 Hunde und Katzen, wie viele davon wieder aufgefunden werden, ist nicht genau bekannt. Dabei ist es relativ einfach, die Tiere so zu markieren, dass sie im Falle eines Falles zurückgebracht werden können. Die sicherste und sanfteste Methode, Hund oder Katze entsprechend zu kennzeichnen, ist die elektronische Kennzeichnung mittels Transponder. Dabei handelt es sich um einen sehr kleinen Chip, der nahezu schmerzfrei und in der Regel ohne Betäubung vom Tierarzt injiziert werden kann. Auf dem Mikrochip ist eine weltweit einmalige Nummer gespeichert, Verwechselungen sind somit ausgeschlossen. Die Nummer lässt sich, etwa in einem Tierheim, in das herrenlose Hunde und Katzen meist gebracht werden, aber auch in der tierärztlichen Praxis, mit einem speziellen Gerät auslesen.

Doch die Nummer allein hilft bei einem Tierfund nicht weiter. Daten über Besitzer oder Adresse sind auf dem Transponder nicht hinterlegt. Deshalb ist es zwingend erforderlich, ein gechipptes Tier beziehungsweise dessen Nummer bei einem der Heimtierregister zu melden und, etwa bei einem Umzug, zu aktualisieren. Das größte private Register führt TASSO e.V., gefolgt von Findefix, dem Register des Deutschen Tierschutzbundes e.V. Beide sind kostenlos für den Halter. Ein weiteres, ebenfalls privat betriebenes internationales Register, IFTA, ist kostenpflichtig. Durch die Anmeldung des Tieres in einem Haustierregister sind beispielsweise Tierheime, Tierarztpraxen und Polizeidienststellen, aber auch Privatpersonen in der Lage, Fundtiere jederzeit schnell an den Besitzer zurückvermitteln zu lassen.

Die Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen ist in Deutschland freiwillig, von einigen Ausnahmen abgesehen. Bei Reisen innerhalb Europas ist die elektronische Tierkennzeichnung mit der Eintragung in den EU-Heimtierausweis bereits seit 2014 verpflichtend. Auch für die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen und Ausstellungen ist dies vorgeschrieben. Unabhängig von gesetzlichen Vorgaben, ist die Kennzeichnung und Registrierung aber in jedem Fall die richtige Maßnahme. Die Erfahrungen der wichtigen Tierregister zeigen, dass ein sehr hoher Prozentsatz verloren gegangener Hunde und Katze wieder nach Hause vermittelt werden kann. Aus einem kurzzeitigen Verlust muss also kein langandauerndes Trauma werden.

Hani


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Internationaler Tag des Rettungshundes 2020


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Kronach (bu) Am vergangenen Sonntag fand – wie immer am letzten Sonntag im April – der Internationale Tag des Rettungshundes satt. Dieser Tag des Rettungshundes wird seit 2008 von der Internationalen Rettungshundeorganisation (IRO) organisiert. Eine Initiative, die Rettungshundeorganisationen die Möglichkeit bietet, sich zu präsentieren und gleichzeitig einen Einblick in die wertvolle Arbeit mit Rettungshunden zu geben.

Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum aus Kronach beteiligte sich als Mitglied der IRO auch in diesem Jahr – übrigens wiederholt als einzige deutsche Organisation – am Internationalen Tag des Rettungshundes. Allerdings waren die Möglichkeiten auf Grund der Beschränkungen durch die Corona-Krise begrenzt, die Leistungsfähigkeit von Rettungshunden einer breiten Öffentlichkeit hautnah und „life“ vorzustellen. Das hat die Arbeitsgemeinschaft aber nicht davon abgehalten auch hier neue Wege zu beschreiten. Mit einem virtuellen Rundgang führten die Verantwortlichen der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing über die neu entstehende „Working Dog Area“ auf dem Areal des ehemaligen Hartsteinwerkes in Förtschendorf. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing plant dort in Kooperation mit der „Hartsteinwerk – Working Dog Foundation“ den Bau des größten europäischen Trainingsplatzes für Rettungshundestaffeln und Working Dog Organisations. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2021 geplant – sofern alle beteiligten Ämter und Behörden dem Vorhaben zustimmen.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing, Manfred Burdich, freute sich über den regen Zuspruch dieses virtuellen Rundgangs, der sich sowohl in sozialen Medien als auch per Web-Meetings abspielte. Mehr als 3.500 Interessierte haben den virtuellen Rundgang über das entstehende Trainingsgelände angetreten. Das Fachpublikum hatte zudem die Möglichkeit in mehreren Online-Meetings von Gesicht zu Gesicht sich über die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing und deren Personen- und Leichenspürhunde zu informieren.

Tropische Erreger auf dem Vormarsch


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Wegen des Klimawandels können sich im Süden heimische Tierkrankheiten hierzulande verbreiten – Auch Hunde sind betroffen

Die Herzwurm- und Hautwurmerkrankung, die Leishmaniose oder auch die Augenkrankheit Thelaziose sind vor allem Hundehaltern bekannt, die ihre Tiere gerne mit auf Reisen in südliche Länder nehmen oder die darüber nachdenken, einen Hund von dort zu importieren. Allen Krankheiten gemeinsam ist, dass sie durch Parasiten hervorgerufen und durch wärmeliebende Mücken – die Thelaziose durch bestimmte Fruchtfliegen – übertragen werden. Der Klimawandel unterstützt deren Verbreitung. Bei in Deutschland beschriebenen Fällen handelt es noch um Einzelereignisse. Auch wenn an Reisen derzeit nicht zu denken ist, beschäftigen sich Experten mit dieser Entwicklung.

Viele Mücken sind für ihre Entwicklung auf milde Temperaturen angewiesen, strenge Winter überleben sie nicht. Durch den Klimawandel könnten sich die Lebensbedingungen hierzulande für solche Mücken, die oftmals Parasiten in sich tragen, mittelfristig verbessern. Damit wächst die Gefahr, dass sich Hunde auch zu Hause mit „exotischen“ Krankheiten anstecken.

Als äußerst gefährliche Krankheit gilt die Leishmaniose. Dabei handelt es sich um einen einzelligen Blutparasiten, der durch den Stich von Sandmücken auf den Hund, der als Hauptwirt gilt, übertragen wird. Die Krankheit zählt zu den Zoonosen, das heißt, auch Menschen können erkranken. Im Mittelmeerraum, in Afrika und im Nahen Osten sind Sandmücken endemisch. Gegenwärtig gilt das südliche Europa als exponiertes Verbreitungsgebiet der Leishmaniose. Wegen infizierter „Heimkehrer“ und Importhunden aus endemischen Regionen gehen Experten davon aus, dass es hierzulande bereits rund 100.000 Leishmaniose-positive Tiere gibt. Doch auch die Sandmücke selbst dringt als Folge der Klimaerwärmung weiter nach Norden vor. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden die ersten Sandmückenpopulationen bereits nachgewiesen, in Rheinland-Pfalz auch die Art, die die Leishmaniose überträgt. Dort sind Fälle bekannt, bei denen Hunde, die nie im Ausland gewesen sind, eine Leishmaniose entwickelt haben. Neben der Übertragung durch Mücken ist unter bestimmten Bedingungen auch die Übertragung von Tier zu Tier möglich.

Für die Übertragung von Herzwürmern besteht derzeit innerhalb Deutschlands kein nennenswertes Risiko für Hunde. Von grundsätzlicher Bedeutung sind die Parasiten Dirofilaria immitis (Herzwurm) als Erreger der Herzwurmkrankheit und Dirofilaria repens (Hautwurm) als Erreger einer Hauterkrankung, der so genannten kutanen Filariose. Beide Parasiten werden durch Stechmücken übertragen und wurden in der Vergangenheit ausschließlich durch Importtiere nach Deutschland gebracht oder kamen als „Reisemitbringsel“ aus dem Mittelmeerraum zu uns. Inzwischen wurden jedoch hierzulande schon Mücken gefunden, die Larven des Hautwurms in sich tragen. Und vereinzelt gibt es auch Hinweise auf in Deutschland erworbene Erkrankungen. Infizierte Hunde sind aus Brandenburg und von der Oberrhein-Region bekannt. In Nachbarländern wie Polen und Österreich scheint der Parasit bereits endemisch zu sein.

Der Augenwurm stammt ursprünglich aus dem Orient, taucht inzwischen aber vermehrt in Europa auf. Es handelt sich um Fadenwürmer, die die Augenerkrankung Thelaziose bei Menschen und Tier verursachen können. Vektoren sind spezielle Fruchtfliegen, die schon in Deutschland nachgewiesen werden konnten. Experten rechnen mit einer weiteren Verbreitung – zunächst in Mitteleuropa. In Italien, Spanien und Frankreich gilt der Augenwurm bereits als endemisch. Bei den in Deutschland beschriebenen Fällen handelt es sich noch um Einzelereignisse.

Tinga


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Tinga“, weiblich, kastriert, Podenco, geb. 15.11.15, 47 cm
Temperamentvolles Podenco-Mädchen möchte neues Leben in Deutschland beginnen!
Tinga stammt – wie könnte es bei dieser Rasse anders sein – aus Spanien, wo sie von einem Jäger in unserem dortigen Partner-Tierheim Sierra Nevada abgegeben worden war. Dies ist nun gute eineinhalb Jahre her. Seitdem hat sich niemand für die süße Maus interessiert! Traurig und vergessen lief sie in ihrem Zwinger auf und ab, nur ein Podenco von vielen, dem niemand Beachtung schenkte.
Leider wimmelt es in Spanien nur so vor heimatlosen Podencos und wirklich gute Plätze werden kaum angeboten. Klar, Jäger sind oft auf der Suche nach guten Podencos, doch wenn man weiß, wie viele Jäger in Spanien ihre Hunde unterbringen und behandeln, stehen jedem Tierfreund alle Haare zu Berge. So ein Leben soll Tinga erspart bleiben.
Daher durfte die Zuckerschnute Mitte Februar zu uns nach Kronach ausreisen. Nun sind wir auf der Suche nach verantwortungsbewussten und liebevollen Menschen, die der Auswanderin eine sichere und geborgene Heimat bieten möchten. Tinga ist sehr menschenbezogen, zutraulich und anhänglich. Ganz nach Podenco-Art ist sie freundlich zu jedermann, gutmütig, friedlich und unterwürfig. Sie lässt alles mit sich machen und ist sehr sensibel. Sicher hätte sie auch nichts gegen Kinder in ihrer neuen Familie einzuwenden, wenn diese liebevoll mit ihr umgehen und sie in der Anfangszeit, wenn noch alles für sie neu ist, nicht gar zu sehr bestürmen.
Wie alle Podencos ist auch Tinga regelrecht schmusesüchtig. Dabei schmiegt sie sich gern ganz eng an ihre Menschen an, so dass man den Eindruck hat, sie möchte regelrecht in einen hineinkriechen. Sie scheint richtig ausgehungert nach Zärtlichkeit und kann nicht genug von Streicheleinheiten bekommen.
Natürlich geht sie aber auch gern spazieren. Als Jagd- und Windhund braucht sie genügend Auslauf und ist nicht mit einer Runde um den Block zufrieden. Da Tinga starken Jagdtrieb hat, muss sie dabei aber an der Leine bleiben.
Wer sich für Tinga interessiert, muss wissen, dass sie noch sehr viel lernen muss. Wir wissen nicht, wie sie bei ihrem Vorbesitzer gelebt hat – erfahrungsgemäß halten Jäger in Spanien ihre Hunde allerdings nicht im Haus und schon gar nicht als Familienmitglieder, sondern in Zwingern, Verschlägen o.ä. Es ist also ziemlich wahrscheinlich, dass sie noch nie in einem Haus war und das tägliche Zusammenleben mit Menschen noch nicht kennt. Sie muss sich noch an alles gewöhnen – sei es die ungewohnten Geräusche von Fernseher oder Staubsauger, Treppensteigen, Stubenreinsein, Alleinbleiben oder dass Mülleimer nicht zum Ausleeren da sind. Hier ist also noch etwas Verständnis und Geduld seitens ihrer neuen Besitzer gefragt. Doch es lohnt sich und wir sind überzeugt, dass Tinga mit etwas Hilfestellung schnell lernen wird.
Tingas Traum-Zuhause wäre natürlich ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten, wo man sie auch mal ohne Leine rennen lassen kann. Da sie die Benimmregeln im Menschen-Haushalt erst noch lernen muss, sollte sie zumindest in der Anfangszeit nicht zu lange allein bleiben müssen.
Mit anderen Hunden – ganz gleich welchen Geschlechts – versteht sie sich übrigens super. Sie ist eher unterwürfig, passt sich sofort an und geht jedem Streit aus dem Weg. Tinga wäre daher perfekt als Zweithund geeignet. Katzen mag sie jedoch leider überhaupt nicht!
Tinga ist ein fröhlicher und liebevoller Sonnenschein-Hund, anfangs vielleicht noch etwas schüchtern, aber dann sehr schnell sehr anhänglich und verschmust. Mit ihrer sympathischen Art muss man sie einfach gern haben.  Wo könnte die süße Maus ein glückliches und erfülltes Leben führen?
Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail:
tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

Bela


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Mex


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Hanna


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Marlon


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Tierhaltung in Zeiten des Coronavirus


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Tierhaltung in Zeiten des Coronavirus:

Zehn Fragen – zehn Antworten

Das Coronavirus (COVID-19) hält ganz Deutschland in Atem. Viele Tierhalter sind verunsichert und fragen sich, was die Corona-Pandemie für sie und ihre Heimtiere bedeutet. Der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V. hat die Aussagen führender Experten und Institutionen auf zehn dringliche Fragen zusammengestellt. Die gute Nachricht: Grundsätzlich können Tierfreunde mit ihren Schützlingen normal weiterleben und sie uneingeschränkt versorgen.

Die hier zusammengetragenen Informationen entsprechen dem Informations- und Wissensstand vom 25.03.2020. Tierhalter sollten sich regelmäßig bei den angegebenen Quellen informieren. Diese werden fortlaufend aktualisiert.

1. Können Katzen und Hunde an COVID-19 erkranken und dieses auf den Menschen übertragen?

Aktuell sind keine Fälle bekannt, in denen Hunde oder Katzen an COVID-19 erkrankt sind. Zudem geht die Wissenschaft davon aus, dass Hunde und Katzen das Virus nicht auf Menschen übertragen können. So gibt es laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen. Diese Einschätzung teilen das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten sowie die Weltgesundheitsorganisation. Somit können gesunde Heimtierhalter weiterhin mit ihren Tieren spielen und kuscheln. Generelle Hygieneregeln wie das Händewaschen nach jedem Tierkontakt sollten beachtet werden.

Das Friedrich-Loeffler-Institut empfiehlt Heimtierhaltern, die positiv auf COVID-19 getestet wurden, engen Kontakt zu ihren Tieren vorerst zu vermeiden. Dazu zählt zum Beispiel das Abschlecken des Gesichts durch die Tiere. 

2. Werden Hunde und Katzen auf das Coronavirus getestet?

Aktuell sind keine Fälle bekannt, in denen Hunde oder Katzen an COVID-19 erkrankt sind. Sollten bei Vierbeinern jedoch Symptome auftreten, kann es nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts ratsam sein, die Tiere zu testen, um weitere Informationen zur Übertragung des Virus zu gewinnen. In diesem Fall sollte sich das zuständige Gesundheitsamt mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen. Der Nachweis beim Tier folgt dem gleichen Testverfahren wie beim Menschen.

3. Was gilt im Umgang mit Kaninchen, Meerschweinchen und Co.?

Heimtiere wie Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Kanarienvögel oder Wellensittiche können nach aktuellen Erkenntnissen ebenfalls nicht an COVID-19 erkranken und das Virus auch nicht übertragen. Das Gleiche gilt für Pferde und Tiere in der Landwirtschaft.

4. Kann ich mein Aquarium pflegen, wenn ich regelmäßig meine Hände desinfiziere?

Grundsätzlich können Tierhalter die Bewohner in Aquarien wie gewohnt versorgen. Im Zusammenhang mit der Verwendung von Desinfektionsmitteln ist laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V. (ZZF) jedoch Vorsicht geboten: Bevor Zierfisch-Freunde ins Aquarium greifen, sollten ihre Hände frei von chemischen Rückständen jeglicher Art sein. Um negative Auswirkungen auf die Wasserwerte zu vermeiden, reicht es, Hände und Arme vorab mit klarem, warmem Wasser zu reinigen.

5. Sind Schutzmaßnahmen für Heimtiere notwendig?

Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut gibt es weder Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen, noch dass sich die Tiere bei infizierten Menschen anstecken können. Auch der Einsatz von Atemmasken oder Desinfektionsmitteln bei Tieren ist nicht notwendig. Im Gegenteil: Derartige Maßnahmen stressen die Tiere enorm und können zudem ihre Häute und Schleimhäute schädigen.

6. Dürfen Tierhalter weiterhin mit ihrem Hund Gassi gehen, falls es eine Ausgangssperre gibt?

Derzeit gilt in Deutschland ein Kontaktverbot. Eine deutschlandweite Ausgangssperre wurde bislang nicht ausgerufen. Doch auch, falls es dazu kommen sollte, müssen die Grundbedürfnisse der Bürger erfüllt werden. Dasselbe gilt für Tiere: In Deutschland ist der Tierschutz als Staatsziel verankert. Damit haben Tiere hierzulande eine Sonderstellung, die dazu führt, dass auch ihre Grundbedürfnisse erfüllt werden müssen.

Wie die Regelungen im Falle einer deutschlandweiten Ausgangssperre konkret aussehen könnten, zeigt das Beispiel der Stadt Mitterteich in Bayern, wo bereits eine Ausgangssperre angeordnet wurde. Tätigkeiten wie „unabdingbare Versorgungen von Haustieren“ sind hier von der Ausgangssperre ausgenommen. Dazu gehört sowohl die Grundversorgung mit Futter und Wasser als auch eine artgerechte Bewegung der Tiere. Bei Hunden muss also erlaubt sein, mindestens eine Stunde lang mit ihnen am Wohnort spazieren zu gehen.

 

7. Ich wurde positiv auf COVID-19 getestet und befinde mich in häuslicher Quarantäne. Wie kann ich mein Tier trotzdem ausreichend versorgen?

Das Friedrich-Loeffler-Institut empfiehlt derzeit keine Maßnahmen wie die Trennung von infizierten Tierhaltern oder gar eine Quarantäne. Tierfreunde können ihre Schützlinge also grundsätzlich normal versorgen. Das gilt sowohl für Hunde und Katzen als auch für andere Heimtiere, wie Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Kanarienvögel oder Wellensittiche. Katzen, die Freigang gewohnt sind, können weiterhin ins Freie gelassen werden. Gleichwohl sollten Personen, bei denen eine Infektion mit COVID-19 nachgewiesen wurde, engen Kontakt zu ihren tierischen Freunden vermeiden. Dazu zählt zum Beispiel das Abschlecken des Gesichts durch das Tier.

Hundehalter, die positiv auf COVID-19 getestet wurden, stehen vor der Herausforderung, dass sie ihre Wohnung nicht verlassen dürfen. Sie sollten junge, gesunde Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte bitten, den Vierbeiner auszuführen. 

Dabei gelten die aktuellen Hygiene- und Verhaltensregeln:

  • Infizierte Tierhalter sollten sich vor Übergabe des Hundes gründlich die Hände waschen und den direkten Kontakt mit der Person vermeiden, die das Tier abholt.
  • Im Idealfall sollte die Person, die mit dem Hund ausgeht, das Haus oder die Wohnung nicht betreten, sondern das Tier im Eingangsbereich übernehmen.
  • Die Person, die das Tier ausführt, sollte möglichst eine eigene Leine und ein eigenes Halsband mitbringen und verwenden, damit sie nicht dieselben Gegenstände anfasst wie die infizierte Person. Ist dies nicht möglich, kann die Leine gründlich gereinigt und desinfiziert werden.

8. Kann ich weiterhin Futter und Bedarfsartikel für Tiere einkaufen?

Geschäfte des Zoofachhandels sind in den meisten Regionen ebenso geöffnet wie der normale Lebensmittelhandel. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit zählt der „Einzelhandel für Tierbedarf“ zu den Geschäften des täglichen Bedarfs, die grundsätzlich geöffnet bleiben. Gleichwohl weist das Ministerium darauf hin, dass regional unterschiedliche Regelungen gelten. Tierfreunde sollten sich also im Vorfeld darüber informieren, welcher Zoofachhändler in ihrer Nähe geöffnet hat.

Beim Einkauf im Zoofachhandel gelten dieselben Verhaltensregeln wie beim Lebensmitteleinkauf. Dazu zählen ein möglichst großer Sicherheitsabstand zu anderen Personen sowie der Verzicht auf das Bezahlen mit Bargeld.

9. Kann ich mit meinem Tier zum Tierarzt gehen?

Die Tierärzte und Tierkliniken in Deutschland sind weiterhin geöffnet. Der Europäische Tierärzteverband (FVE) hat jedoch zusammen mit dem Dachverband der Kleintierärzteverbände (FECAVA) Empfehlungen für die aktuelle Krise herausgegeben: Tierhalter sollten den Tierarzt nur in dringenden Fällen aufsuchen und vorab telefonisch oder online einen Termin vereinbaren. Nur eine gesunde, erwachsende Person soll das Tier begleiten und während des gesamten Aufenthalts in der Praxis den Kontakt mit anderen Menschen vermeiden.

10. Ist es sinnvoll, Tiere vorsorglich im Tierheim abzugeben?

Tierhalter sollten ihre Schützlinge nur im Tierheim abgeben, wenn es unbedingt notwendig ist. Ein Ortswechsel sowie der Verlust der Bezugspersonen bedeuten für jedes Tier Stress. Darüber hinaus befinden sich die Tierheime dem Deutschen Tierschutzbund zufolge derzeit in einer Ausnahmesituation, sodass jede nicht unbedingt notwendige Tierabgabe vermieden werden muss. Dies gelte auch für eine vorübergehende Abgabe während einer 14-tägigen Quarantäne: Hierauf sollten Tierhalter nur zurückgreifen, wenn es wirklich nicht möglich ist, das betreffende Tier zu Hause zu betreuen, oder wenn eine infizierte Person ins Krankenhaus muss.