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Dalila

„Dalila“, weiblich, kastriert, Podenco, geb. 16.12.19, 50 cm

Powerpaket Dalila sucht sportliche Familie

Wie so viele ihrer Leidensgenossen wurde auch Dalila herrenlos in Spanien aufgefunden. Mit einem Umweg über unser dortiges Partner-Tierheim Albolote/Granada durfte sie Mitte April zu uns ins Tierheim Kronach umziehen.

Dalila ist ein durch und durch freundliches, gutmütiges und sympathisches Hundemädchen, sie geht auf alle Menschen aufgeschlossen zu und bietet ihre Freundschaft an. Sie ist weder scheu noch ängstlich, sondern findet uns Menschen toll und genießt es, in unserer Nähe zu sein. Wir denken, dass sie auch in eine Familie mit etwas größeren Kindern vermittelt werden kann, sofern die Kiddies liebevoll mit ihr umgehen. Da Dalila selbst noch ein halber Welpe ist, könnten wir uns gut vorstellen, dass sie gerne mit den Kindern spielen, aber auch allerlei Unsinn zusammen mit ihnen anstellen würde.

Und damit wären wir schon beim Thema: Dalila ist nämlich noch null erzogen und braucht unbedingt Menschen mit Geduld und Verständnis, die ihr das kleine Hundeeinmaleins beibringen und Spaß daran haben, mit einem Hund zu üben. Bei Dalila hapert es nämlich bisher nicht nur an den gängigen Grundkommandos, nein, sie hat vermutlich noch nie in einem Haus gelebt und kennt weder die Abläufe im normalen Familienalltag noch den Benimm in einer Wohnung. Vielleicht war sie wie so viele Podencos in Spanien nur in einem Zwinger oder einem Verschlag untergebracht und hatte daher noch keine Gelegenheit zu lernen, was man in einem Menschenhaushalt darf und was nicht.

Dass es Dalila nicht gewöhnt ist, in einer Wohnung zu sein, merkt man schon daran, dass sie in den vier Wänden recht nervös ist. Es ist halt alles neu für sie und sie möchte am liebsten alles auf einmal erkunden und ausprobieren. Bis sie gelernt hat, was tabu ist und was nicht, muss man sie also erst einmal gut im Auge behalten. Ansonsten kommt die neugierige Maus nämlich auf allerlei dumme Gedanken und testet alle möglichen Gegenstände, die sie findet, auf ihre Spieltauglichkeit.

Auch sonst ist im Haus alles neu für sie: Das Rauschen der Waschmaschine, die Geräusche des Fernsehers, des Staubsaugers oder ein Telefonklingeln – alles erschreckt und fasziniert Dalila gleichermaßen. Und obwohl sie eigentlich nicht ängstlich ist, wird sie doch manchmal unsicher und braucht dann jemanden, der ruhig und geduldig ist und ihr auch zeigt, wo sie zum Beispiel hin darf und wo nicht. Wie ein Welpe erkundet sie ihre Umgebung und nimmt alles gerne ins Maul. Sie reagiert aber gut auf ein ruhiges Nein und nimmt dann auch ein Spielzeug zur Ablenkung.

Dalila ist altersgemäß noch sehr verspielt und braucht Beschäftigung, z.B. ein bisschen
Trockenfutter in einem Socken, ein Spieltier, einen Kong oder etwas zum Knabbern. Gerne wirft sie ihr Spielzeug und läuft geworfenen Dingen nach. Beim Herumtollen im Freien macht sie oft richtige Bocksprünge vor lauter Lebensfreude und in Punkto Schnelligkeit macht ihr ebenfalls niemand etwas vor. Mit ihrem stromlinienförmigen Körper wirkt sie nur noch wie ein Strich mit Beinen, wenn sie durch unseren Hundegarten flitzt.

Definitiv braucht die süße Maus viel Auslauf und ist daher nicht für Bewegungsmuffel geeignet. Podenco-typisch hat sie natürlich Jagdtrieb, weshalb man besser nur mit Leine spazieren gehen sollte. Sie läuft aber sehr schön, schaut immer nach ihren Menschen und zieht nur selten. Auch unterwegs interessiert sie sich für alles und kommentiert manches mit Gebell.

Aber Dalila ist nicht pausenlos auf Achse, im Gegenteil. Wie die meisten Podencos ist sie auch extrem verschmust und immer auf der Suche nach Körperkontakt zu ihren Menschen. So krabbelt sie ihren Bezugspersonen gerne auf den Schoß und kuschelt ausgiebig mit ihnen. Auch ihr Körbchen liebt sie sehr und macht es sich darin gemütlich.

Wenn sie allerdings Stress hat, weil sie unter Druck gerät oder Angst hat, muss sie erst wieder zur Ruhe gebracht werden, sonst jault sie und wird immer aufgeregter. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ihre Bezugsperson das Zimmer oder das Haus verlässt. Sie braucht jemanden, der ihr mit Geduld, aber konsequent Vertrauen vermittelt. Auch das Alleinbleiben muss noch geübt werden. Das Stubenreinsein hat Dalila dagegen schon gelernt.

Mit anderen Hunden versteht sich Dalila in der Regel problemlos. Es kommt zwar vor, dass sie aus Unsicherheit heraus erst einmal bellt, aber wenn sie den anderen begrüßen darf, ist sie stets freundlich, anfangs eher vorsichtig, aber dann auch schnell verspielt. Katzen möchte sie allerdings leider jagen.

Dalila braucht ausgeglichene und erfahrene Menschen, die sportlich und aktiv sind und sich viel draußen aufhalten. Sie braucht viel Bewegung und Beschäftigung, damit sie ausgelastet und zufrieden ist. Ein Zweithund wäre super und auch Kinder sind kein Hinderungsgrund.

Wenn Sie denken, dass unser Sonnenschein Dalila in Ihre Familie passen könnte, dann melden Sie sich doch einfach einmal bei uns!

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail: tsvkc@gmx.de
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Greta

Greta“, weiblich, Dt. Dogge, geb. 05.07.14, 80 cm

Imposante Erscheinung, aber sensible Seele – XXL-Schmusehund „Greta“ sucht Doggenkenner und –liebhaber

Da kann dem Otto-Normal-Hundebesitzer schon mal die Kinnlade herunterfallen, wenn er vor Gretas Zwinger im Tierheim Kronach steht. Mit ihrer Größe und der dunklen Grautiger-Färbung ist sie wirklich eine mehr als eindrucksvolle Erscheinung. Dagegen sind Schäferhunde lächerliche Zwerge.

Auch wir Tierpfleger hatten anfangs gehörigen Respekt, zumal Greta nach ihrer Ankunft noch rein gar nichts von ihren Schmuse-Qualitäten offenbarte. Im Gegenteil! Nachdem ihr Herrchen gestorben war, von heute auf morgen ihr ganzes Leben quasi in Scherben lag und sie sich hinter Tierheim-Gittern wiederfand, war Greta erst einmal so verstört, dass sie nichts mit uns zu tun haben wollte. Vermutlich machte sie uns für ihre ganze Misere verantwortlich und so war sie weit davon entfernt, freundschaftliche Bande mit uns zu knüpfen. Ihr Missfallen zeigte sie täglich aufs Neue durch ausgiebiges Bellen und Knurren und wir waren wirklich froh über das stabile Gitter, das uns von ihr trennte. Sie können sich bestimmt vorstellen, dass es nicht gerade angenehm ist, wenn eine ausgewachsene Dogge auf einen losgeht…

Aber wir hatten ja Zeit. Zeit für gute Worte, Zeit für Leckerlis und Zeit, um Greta einfach nur beobachten zu lassen und sie nicht zu bedrängen. Und siehe da: So langsam revidierte sie ihre Meinung von uns. Jemand, der einem täglich einen gefüllten Napf besten Futters sowie ein riesiges Kuschelbett vor die Nase stellt, der immer ein paar aufmunternde und freundliche Worte übrig hat und den die anderen Hunde offensichtlich toll finden, konnte in ihren Augen wohl dann doch nicht ganz so schlecht sein. Und als wir sie nach den ersten Wochen immer noch nicht massakriert hatten, wie sie es anfangs wohl befürchtet hatte, fasste Greta den Entschluss, uns doch eine Chance zu geben.

Von da an ging es immer weiter aufwärts und wenn man Greta jetzt anschaut, kann man nicht glauben, dass es sich um denselben Hund handelt. Aus der anfänglichen „Bestie“ ist ein super schmusiger und anhänglicher XXL-Schoßhund geworden, der am liebsten den ganzen Tag gestreichelt und geknuddelt werden möchte. Nur zu gern wirft sie sich dazu auch auf den Rücken und lässt sich das Bauchi kraulen. Oder sie schmiegt sich mit solcher Vehemenz an unsere Beine, dass man leicht das Gleichgewicht verliert. Witzig ist auch, wenn Greta voller Freude auf uns zu rennt, Spielstellung macht und ihre langen Beine mit den Riesenpfoten um uns herumwirbeln.

Sie sehen schon: Greta ist wirklich ein Schatz geworden, den wir ganz besonders ins Herz geschlossen haben und der uns ganz besonders viel bedeutet. Und gerade deshalb werden wir auch ganz besonders gut darauf achten, die richtigen Personen für Greta zu finden. Denn diese bildschöne Hündin ist nicht für jedermann geeignet! Hundeerfahrung – am liebsten natürlich mit Doggen -, das richtige Händchen für diese großen, aber sensiblen Wesen und ein Haushalt ohne Kinder sind zum Beispiel wichtige Voraussetzungen.

Da Greta selbst eher unsicher ist, dann aber zur Selbstverteidigung dazu neigt, nach vorne zu gehen, braucht sie Menschen, die die absolute Führung übernehmen und ihr das Gefühl geben, bei ihnen gut aufgehoben zu sein. Somit ist sie nicht selbst gezwungen, alles zu regeln und sie wird sich dankbar und erleichtert unterordnen. Sicher wird es auch nicht schaden, ihr noch das eine oder andere Kommando beizubringen. Zwar ist sie für Doggen schon in etwas fortgeschrittenem Alter, doch man ist nie zu alt zum Lernen und Spaß macht ihr das allemal – vor allem, wenn sie hinterher mit vielen Streicheleinheiten und Leckerlis belohnt wird. Diese nimmt sie übrigens trotz ihres gewaltigen Mauls ganz sanft aus der Hand.

Vor allem beim Spazierengehen ist noch etwas Training nötig, denn Greta kann leider durchaus auch mal an der Leine ziehen, wenn sie irgendwo unbedingt hin will. Bei einem Hund dieser Größenklasse ist das dann kein Zuckerschlecken mehr… Ihr neuer Besitzer muss ihr daher auch schon kräftemäßig gewachsen sein.

Leider kommt Greta nicht mit allen anderen Hunden aus. Mit Rüden klappt es zwar oft, aber man kann sich nie darauf verlassen und muss stets vorsichtig sein. Aus Sicherheitsgründen ist es Greta daher bereits von ihrem Vorbesitzer her gewöhnt, mit Maulkorb spazieren zu gehen. Sie akzeptiert diesen auch problemlos und lässt ihn sich ohne weiteres überziehen. Wir haben aber dennoch die Hoffnung, dass sie dieses Hilfsmittel mit etwas Training mit der Zeit nicht mehr braucht.

Zuhause ist Greta ruhig und brav. Sie ist stubenrein und hat noch nie etwas kaputt gemacht. Wir denken, dass Alleinbleiben kein Problem sein sollte. Ihr Revier wird sie aber ganz sicher rigoros bewachen. Bei Fremden, die zu Besuch kommen, muss man daher gut aufpassen. Mit Kindern kommt sie, wie schon erwähnt, leider nicht zurecht.

Aufgrund ihrer Größe braucht Greta auf jeden Fall ein Haus mit eingezäuntem Garten. In einer Etagenwohnung in der Stadt ist so ein Hund nicht gut aufgehoben. Da sich große Hunde ohnehin spätestens im Alter beim Treppensteigen schwer tun, sollte sie auch nicht allzu viele Stufen täglich bewältigen müssen.

Wer sich für Greta interessiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er sie nicht beim ersten Besuch im Tierheim sofort mitnehmen kann. Bei ihr ist es unbedingt nötig, dass Interessenten erst ein paar Mal mit ihrem gewohnten Gassigeher mitlaufen, damit sie sich langsam an das neue Gesicht gewöhnen kann.

Wir würden uns so sehr freuen, wenn sich für Greta echte Doggen-Kenner melden, die diese sensible Seele verstehen und ihr ein glückliches Leben ermöglichen. Ein paar Sabberfäden, die sie ganz nach Doggenart gerne an Kleidung oder Wänden verteilt, sind im Gesamtpaket übrigens inbegriffen. 🙂

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Pinchi

Pinchi“, männlich, kastriert, Zwergpinscher, geb. 30.05.11, 30 cm

Kleiner Mann ganz groß

Kleine Kulleräuglein, ein zierliches Schnäuzchen und dünne Streichholz-Beine – keine Frage: Pinchi ist ja sooo süß! Aber aufgepasst! Der kleine Mann ist nämlich alles andere als ein Schoßhündchen. Was da als niedlicher Dreikäsehoch daherkommt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als selbstbewusste Persönlichkeit, die mit ihrem riesigen Ego locker jedem Schäferhund Konkurrenz macht. Wer Pinscher kennt – und Zwergpinscher sind da keine Ausnahme – weiß, dass diese Hunde robust und mutig sind und das Herz eines Löwen in sich tragen. Auch Pinchi ist da keine Ausnahme.

Er ist daher nicht für Hundeanfänger und auch nicht für Familien mit Kindern geeignet. Für ihn suchen wir definitiv Menschen, die schon Hundeerfahrung mitbringen und die das richtige Händchen haben, unserem kleinen Charakterkopf liebevoll, aber bestimmt seine Grenzen aufzuzeigen.

Trotz seiner geringen Größe ist Pinchi ein Wachhund par excellence. Nach seinem Weltbild haben fremde Besucher in seinem Revier nichts verloren und dürfen auch beim Spazierengehen nicht zu nahe an seine Bezugspersonen herankommen. Seine Menschen wie auch sein Hab und Gut verteidigt er mit Vehemenz. Da ist dann wirklich nicht gut mit dem Knirps Kirschen essen. Zwar gewöhnt er sich trotzdem auch an neue Gesichter, aber vor allem bei Männern tut er sich in der Regel etwas schwer. Zu Frauen findet er viel leichter Zugang.

Pinchi braucht Menschen, die eine natürlich Führungsposition einnehmen und genügend Dominanz und Souveränität ausstrahlen, dass sich der Dreikäsehoch bei ihnen sicher fühlt und nicht selbst die Führung an sich reißen muss. Er muss seine Grenzen ganz genau kennen und braucht klare Regeln und Strukturen, weil er sonst das Ruder selbst in die Pfote nimmt und alles nach eigenem Gutdünken managt – und das ist leider nicht unbedingt im Sinn seines Besitzers.

Wer sich für Pinchi interessiert und ihm eine Chance geben möchte, muss etwas Zeit und Geduld mitbringen, damit er Pinchi zusammen mit seinem Gassi-Frauchen erst einige Male beim Spazierengehen begleiten kann. So kann der forsche Knirps eine neue Bezugsperson langsam und auf neutralem Gelände kennenlernen.

Bei seinen gewohnten Bezugspersonen ist Pinchi übrigens sehr verschmust und anhänglich. Er liebt kuschelige Körbchen und Wärme, genießt es, sich streicheln und liebkosen zu lassen und bringt uns immer wieder zum Schmunzeln, wenn er auf dem Bauch liegend alle Viere von sich streckt und dann aussieht wie ein Bettvorleger. Auch wenn er noch so groß tut – wie alle Hunde möchte er doch geliebt werden, möchte Sicherheit erfahren und sich gut aufgehoben wissen.

Pinchi ist stubenrein, mag aber nicht gern allein zuhause bleiben. Dann kann es sein, dass er etwas jammert. Er macht aber nichts kaputt und benimmt sich auch sonst sehr anständig in der Wohnung. Autofahren ist kein Problem.

Dass er heuer 10 Jahre alt wird, merkt man ihm außer an seinem grauen Schnäuzchen überhaupt nicht an. Pinchi ist topfit, unternehmungslustig, ausdauernd und agil.

Mit anderen Hunden verträgt er sich im Tierheim eigentlich gut. Beim Spazierengehen hat er aber auch hier die Angewohnheit, die Führung an sich zu reißen und fremde, entgegenkommende Hunde anzupöbeln. Auch hier zeigt sich, dass er Menschen braucht, die souverän genug sind, um ihm genau vorgeben können, was er zu tun und zu lassen hat. Ansonsten entscheidet unser kleiner Gernegroß alles selbst und macht, was er will.

Pinchi ist sicher nicht der einfachste Charakter. Aber er hat trotzdem das gewisse Etwas, er hat Charme und ist auf seine ganz eigene Weise ein ganz besonderer kleiner Hund. In den richtigen Händen könnte er sich als treuer und anhänglicher Begleiter erweisen, mit dem man Pferde stehlen kann. Ohne genügend Führung allerdings ist er ein kleiner Krawall-Knirps, der einem das Leben schwer macht. Wir wissen, dass es nicht leicht sein wird, genau die richtige Mischung Mensch für Pinchi zu finden. Falls Sie nun nicht abgeschreckt sind und mehr wissen möchten, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns kontaktieren.

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Jack

Jack“, männlich, Mischling, geb. 08/16, 53 cm

Mit wem darf Jack durch dick und dünn gehen?

Eigentlich ist unser Jack ein richtig toller Kerl. Er ist nicht nur jung und bildhübsch, sondern sehr intelligent, aufmerksam und lernwillig, zudem superlieb und anhänglich bei seinen Bezugspersonen. Leider jedoch – und dies ist Jacks kleines Manko – NUR bei seinen Bezugspersonen! Mit fremden Menschen hat der fröhliche Jungspund so rein gar nichts am Hut. So gutmütig, zärtlich und liebevoll er mit seinen vertrauten Menschen umgeht, so widerborstig verhält er sich bei Fremden.

Jack hat einen ausgeprägten Wach- und Schutztrieb, verteidigt sein Revier und seine Menschen und wäre als Wächter für Haus und Hof sicherlich unschlagbar. Wer also einen Hund sucht, der im Ernstfall ein Auge auf das Anwesen haben kann, wird in Jack einen verlässlichen „Mitarbeiter“ finden. Für Familien, in denen viel fremder Besuch kommt, wäre er dagegen weniger geeignet.

Positiv lässt sich hierzu allerdings sagen, dass sich Jack auch an neue Gesichter schnell gewöhnt. Auch sieht er die Menschen, die er erst einmal akzeptiert hat, nicht mehr als Bedrohung, sondern als enge Freunde der Familie an.

Trotzdem können wir ihn im Tierheim nicht gleich jedem Fremden zum Gassigehen mitgeben. Wer jedoch etwas Geduld hat und sich – mit einer paar Leckerlis bewaffnet – vor Jacks Zwinger setzt, mit ihm spricht und ihn füttert, wird schnell merken, wie rasant sich Jacks Verhalten ihm gegenüber ändert. Hierfür suchen wir Menschen, die bereit sind, erst ein paar Mal ins Tierheim zu kommen und Jack zu besuchen. Eine Vermittlung beim ersten oder vielleicht zweiten Kommen ist hier leider nicht möglich.

Trotzdem – Jack ist sehr schlau und versteht sehr schnell, wenn es jemand gut mit ihm meint. Hat er erst einmal ein neues Gesicht akzeptiert, ist er absolut gutmütig und freundlich und lässt alles mit sich machen, selbst unangenehme Dinge beim Tierarzt. Wenn Jack jemanden mag, dann voll und ganz und mit Haut und Haar. Der anhängliche Kerl lebt für seine Menschen. Seine Familie ist der Mittelpunkt seines Lebens.

Mit aufmerksamen Augen hängt er an den Lippen seiner Bezugspersonen und brennt regelrecht darauf, einen Befehl ausführen zu dürfen. Er ist – wie schon erwähnt – sehr intelligent, im Moment aber ein kleiner Rohdiamant, der noch viel lernen muss, dies aber auch möchte. Im Tierheim ist er leider überhaupt nicht ausgelastet.

Obwohl er laut Aussage seines Vorbesitzers eigentlich eine Mischung aus Jack Russell Terrier und Labrador sein soll (beides Rassen, die völlig anders aussehen…), gehen wir von einem Border Collie in seiner Ahnenreihe aus. Dazu würde auch sein Arbeitswille, seine Intelligenz und sein Temperament passen. Jack braucht Action, er möchte etwas zu tun haben und mitdenken müssen. Wir könnten uns gut vorstellen, dass er ein begeisterter Agiliy-Partner wäre. Auch für andere Hundesportarten wäre er bestimmt geeignet. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Jack ausgelastet wird. Reine Spaziergänge (die sind natürlich auch sehr wichtig) reichen dabei nicht aus.

Aufgrund seines anfänglichen Misstrauens gegenüber Fremden wie auch seines Arbeitseifers sollten Jacks neue Besitzer schon etwas Hundeerfahrung mitbringen. Auch für kleine Kinder ist er nicht geeignet.

Mit Hündinnen versteht er sich gut und gibt hier ganz den Cavalier, Rüden und Katzen zählt er allerdings nichts zu seinen Freunden.

Jack wurde abgegeben, weil er während der achtstündigen Abwesenheit seines Herrchens aus Frust und Langeweile mehrfach die Wohnung umdekoriert hat – dies jedoch nicht nach dem Geschmack seines Besitzers…

Das Alleinbleiben fällt ihm also sichtlich schwer. Was Jacks Benehmen im Tierheim betrifft, können wir dazu nur sagen, dass er bei uns noch nie etwas kaputt gemacht hat. Er knabbert nicht einmal an den Decken, wie es viele andere Hunde gerne tun. Sicherlich ist er nicht der richtige Kumpel für ein Herrchen, das acht Stunden außer Haus ist. Trotzdem könnten wir uns vorstellen, dass er auch mal kurzzeitig allein bleiben kann, wenn er genügend ausgelastet ist und nicht mehr ganz so vor Energie und Tatendrang sprüht. Langsames Training (zuerst nur aus dem Zimmer gehen und die Abwesenheits-Zeiten dann ganz langsam steigern) ist natürlich trotzdem nötig. Wir suchen daher eine Familie, in der wenigstens in der Anfangszeit immer jemand zuhause ist.

Neben Kommandos Erlernen, lange Spaziergänge Unternehmen und Schmusen hat Jack übrigens noch ein weiteres Hobby: Er spielt leidenschaftlich gern mit Bällen oder Quietschies. Außerdem ist er eine richtige Wasserratte.

Jack ist ein Hund, der durchaus Ecken und Kanten hat und mit dem auch noch etwas gearbeitet werden muss. Auf der anderen Seite ist er ein richtig toller Kerl, den wir im Tierheim sehr ins Herz geschlossen haben und der jede Mühe wert ist. Er hat auf jeden Fall das Potential zu einem richtig tollen Kumpel, mit dem man Pferde stehlen kann. Wenn Sie das auch so sehen und Sie ihm eine Chance geben möchten, würden wir uns über Ihren Besuch sehr freuen! Dabei aber auf keinen Fall die Leckerlis vergessen! Denn Sie wissen ja selbst: Liebe geht durch den Magen!

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Schulhundeausbildung

Kronach (bu) Alin Jünger-Geissler aus Kronach, Birgit Cronenberg aus Bayreuth, Daniela Schindler aus Thierstein, Doris Frank aus Fürth, Elke Höfner aus Johannisthal, Jana Wöhner aus Seßlach, Barbara Förtsch aus Marktrodach, Elke Rauscher aus Weidenberg, Benjamin Pfister aus Kronach und Christine Kern aus Helmbrechts: Sie alle haben die diesjährige Ausbildung zum zertifizierten Therapiebegleithundeteam bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing in Kronach erfolgreich bestanden. Benjamin Pfister und Christine Kern haben mit ihren Hunden Siva und Oscar erstmalig auch die Zusatzqualifikation „Schulbegleithund“ erworben.

„Die Schulbegleithundeausbildung haben wir seit diesem Jahr fest in die Therapiebegleithundeausbildung integriert“, so Manfred Burdich, Vorsitzender und Ausbildungsleiter der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. Ermöglicht wurde diese Zusatzausbildung durch eine Kooperation mit Prof. Dr. Silke Schworm von der Universität Regensburg. Sie hat das Projekt „Schulbegleithund“ fachlich verantwortet und wissenschaftlich begleitet. Silke Schworm engagiert sich – wie alle Dozentinnen und Mentorinnen – ehrenamtlich im Therapiehundezentrum der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement könnten wir den hohen Standard unserer Ausbildung nicht halten“, so Burdich. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist nach wie vor die einzige europäische Organisation, die sowohl von der European Society for Animal Assisted Therapy (ESAAT) und von der Animal Assisted Intervention International (AAII) akkreditiert bzw. zertifiziert ist.

Neben den beiden Schulhunden kommen die geprüften Teams unter anderem bei schwer erziehbaren Jugendlichen (sogenannten „Systemsprengern), in der Alten- und Krankenpflege, bei der psychologischen Betreuung onkologischer Patienten oder in der Mittagsbetreuung von Schulkindern zum Einsatz. Die Ausbildung selbst dauert ein halbes Jahr und schließt mit einer praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.

Die beiden Schulhunde werden fortan bester Freund und Lernhelfer sein. Die Hunde „Siva“ und „Oscar“ sind aber nicht dazu da, die Schulkinder zu bespaßen, sondern um das Lernen zu erleichtern. Die Erfolge der Schulbegleithunde sind enorm: Hyperaktivität, Mobbing, Sprachstörungen, Langeweile, Ängste – vieles, was dem Lernen im Weg steht, verbessert sich durch den Einsatz eines Schulhundes. Der Hund im Klassenzimmer verändert die Atmosphäre und beruhigt die Kinder.

„Wir sind ein bisschen Stolz, dass wie die Ausbildung heuer trotz Corona anbieten konnten“, so Burdich weiter. Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept habe jede Infektion mit COVID-SARS-19 verhindert. Die theoretische Wissensvermittlung erfolgte zum Teil über die „k9-akademie“, eine Lernplattform, die von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg entwickelt wurde.

Foto: Hund „Anton“ bei den ersten Trockenübungen.

Milo

Rund vier Wochen war der Hund „Milo“ vermisst, nachdem der aus dem Tierschutz stammende Hund entlaufen war. Heute konnte er durch das Netzwerk Hundesuche der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing mittels Lebendfalle gesichert werden. Ein herzliches Dankeschön an die „Netzwerker“ für den unermüdlichen Einsatz.

Aphrodite

„Aphrodite“, weiblich, Mischling groß, geb. 06.09.18, 58 cm – Liebenswerte Schmusehündin sucht Gleichgesinnte zum Spaßhaben

Seit Mitte Juli ist bei uns im Tierheim Kronach nichts mehr, wie es vorher war. Innerhalb von nur wenigen Tagen haben wir 41 (!!!) neue Hunde aufgenommen – 17 erwachsene und 24 Welpen! Alle stammen vom selben Besitzer, dem seine Hundehaltung wohl etwas über den Kopf gewachsen war. Umso dankbarer sind wir jedoch, dass er dies eingesehen hat und sich helfen ließ. So können wir nun geeignete neue Plätze für seine Vierbeiner finden.

Dies ist auch dringend nötig, denn im Moment sind wir platzmäßig, aber auch finanziell und kräftemäßig hart an der Grenze unserer Belastbarkeit angekommen. Noch nie war unser Tierheim so voll, noch nie haben wir so viele Hunde auf einen Schlag aufgenommen. Das ist im Moment wirklich eine echte Herausforderung!

Einer der Neuankömmlinge ist die braune Mischlingshündin Aphrodite, die nach der griechischen Göttin der Schönheit benannt wurde – zu Recht, wie wir finden! Welche Rassen wohl alle in ihrer Ahnenreihe zu finden sind, können wir leider nicht mehr nachvollziehen. Deutscher und Belgischer Schäferhund, Labrador und Rhodesian Ridgeback könnten laut Auskunft des Vorbesitzers mitgemischt haben, aber sicher ist das natürlich nicht.

Aphrodite hat einen absolut offenen und aufgeschlossenen Charakter, geht fröhlich auf jedermann zu und bietet ihre Freundschaft an. Sie ist gutmütig, anhänglich und verschmust und sicher genau das, was man sich unter einem duften Kumpel vorstellt, mit dem man Pferde stehlen kann. Schmusen und einfach in der Nähe ihrer Lieben sein sind ihre ganz großen Leidenschaften. Zwar wissen wir nicht, ob sie schon einmal mit kleinen Kindern Kontakt hatte, jedoch könnten wir uns gut vorstellen, dass es dabei keine Probleme gibt. Natürlich liegt es aber auch in der Verantwortung der Eltern, ihrem Nachwuchs einen rücksichts- und liebevollen Umgang mit ihrem Vierbeiner vorzuleben und beizubringen.

Was die Beschäftigung mit Aphrodite betrifft, ist es allerdings mit Schmusen allein noch nicht getan. Sie braucht auf jeden Fall Menschen, die noch etwas mit ihr arbeiten und ihr das kleine Hundeeinmaleins beibringen. Im Tierheim ist sie verständlicherweise überhaupt nicht ausgelastet, dabei möchte sie so gern beweisen, was in ihr steckt. Aphrodite freut sich riesig, wenn man sich mit ihr beschäftigt, sie hat großen Spaß am Lernen und freut sich über jedes Lob. Leider hatte sie bis jetzt nicht viel Gelegenheit, zu lernen, aber sie würde das so gern nachholen!

Darüber hinaus braucht die muntere junge Hündin natürlich auch genügend körperliche Auslastung in Form von langen Spaziergängen, Spielen und Herumtollen. Auch Agility, Suchspiele, Ballspiele etc. könnten ihr sicher gut gefallen. Aphrodite ist kein Stubenhocker, sondern ein Outdoor-Hund, der alles begeistert mitmacht und seine Menschen gern auf Schritt und Tritt begleitet.

Wir denken, dass sie großes Potential hat und sich mit der richtigen Hilfestellung zu einem verlässlichen und treuen Begleiter entwickeln könnte. Doch dafür braucht sie Menschen, die Spass daran haben, mit einem Hund zu arbeiten, ihm Kommandos beizubringen und ihn geistig zu fordern.
Ein Haus mit eingezäuntem Garten in ländlicher Gegend, dazu Menschen mit genügend Zeit und etwas „Hundeverstand“ – das wäre genau Aphrodites Traum-Zuhause.

Was andere Hunde betrifft, ist sie in der Regel gut verträglich. Sie ist aber auch kein Duckmäuser, der sich von anderen dumm anmachen lässt. Sie hat durchaus Selbstbewusstsein und zeigt einem Hundekumpel deutlich, wenn er sich in ihren Augen daneben benimmt oder zu weit geht. Trotzdem könnte sie sicher auch gut als Zweithund leben.

Welche netten Menschen suchen einen anhänglichen Familienhund, mit dem sie viel Spaß haben und durch dick und dünn gehen können?

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AG Mantrailing ist zertifizierte Ausbildungsstätte für Assistenzhunde

Kronach (bu) Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum mit Sitz in Kronach ist seit wenigen Tagen jetzt auch eine zertifizierte Ausbildungsstätte für Assistenzhunde. Neben Personenspürhunden, Leichenspürhunden, Therapiebegleithundeteams und Teams für die tiergestützte Leseförderung rundet der Verein mit dieser Zertifizierung sein Leistungsportfolio im Bereich der Hundeausbildung für den sozialen Sektor ab.

Seit knapp zwei Jahren betreibt die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing bereits einen Ausbildungsstützpunkt des Deutschen Assistenzhundezentrums. Mit der Zertifizierung durch die International Association of Assistance Dog Partners (IAADP) hat die Qualität der Ausbildung in Kronach internationales Niveau erreicht. Ein Assistenzhund, auch Service-Dog genannt, ist ein Hund, der so ausgesucht und ausgebildet wird, dass er in der Lage ist, einen Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Genaue Definitionen sind nicht einheitlich, jedoch muss jeder Hund in der Lage sein, mindestes drei spezifische Fertigkeiten für „seinen“ Menschen mit Behinderung zu erbringen. „Die häufigste und bekannteste Form von Assistenzhunden sind Blindenführhunde“, so Manfred Burdich von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Die meisten Hunde, die wir ausbilden sind jedoch Hunde für Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung – zum Beispiel bei Opfern von sexuellem Missbrauch oder sonstigen Gewalterfahrungen.“ Die Ausbildung eines Assistenzhundes bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing erfolgt immer zusammen mit dem Klienten, denn nur so können Mensch und Tier zu einem echten Team zusammenwachsen. Und als Verein wird die Ausbildung ehrenamtlich durchgeführt. Wäre dies nicht der Fall, könnte sich kaum jemand einen Assistenzhund leisten.

Foto: Die Ausbildung eines Assistenzhundes ist vielfältig und immer auf die Bedürfnisse des jeweiligen Klienten abgestimmt – ohne die Bedürfnisse des Hundes außer Acht zu lassen. Eine Ausbildung, die sowohl das Wohl des Hundes als auch des Menschen im Blick hat ist eine der Voraussetzungen zur Zertifizierung durch die International Association of Assistance Dog Partners (IAADP).

Futterspende für Tierheim und Humanitäre Hilfe

Kronach (bu) Rund zwei Tonnen Hunde- und Katzenfutter gingen in den letzten Tagen als Spende an das Tierheim in Kronach und an die Humanitäre Hilfe für Menschen in Not.
Die Futterspende kam von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum. Für den Verein mit Sitz in Kronach ist die Hilfe und Unterstützung für notleitende Menschen und Tiere selbstverständlich. Dem Verein ist es ein echtes Anliegen, auch andere Organisationen zu unterstützen, sofern es die Mittel und Möglichkeiten des Vereins zulassen, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing, Manfred Burdich. „In unserer täglichen Arbeit als Ausbilder von Rettungshunde- und Therapiebegleithundeteams oder als Ausbilder für Assistenzhunde für Menschen mit Behinderung haben wir es tagtäglich mit den verschiedensten Menschen und Tieren zu tun. Und leider stehen nicht alle davon auf der Sonnenseite des Lebens“, so Burdich. „Mit dieser Futterspende wollen wir einen kleinen Beitrag leisten, dass es Mensch und Hund in Notzeiten ein bisschen besser haben“.
Das Foto zeigt ehrenamtliche Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing und des Tierschutzvereins Kronach und Umgebung beim Verladen der Futterspende.

Karina Kalks zu Gast in Kronach

Förtschendorf/Wien (bu) „Hundenase, Geruch und mehr…“, unter diesem Motto hat die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum mit Sitz in Kronach zum diesjährigen Deutsch-Österreichischen Mantrailing-Camp in den Landkreis Kronach eingeladen. Bereits zum fünften Mal organisierte die Rettungshundestaffel dieses Treffen, welches mal in Deutschland und mal in Österreich stattfindet. Zu Gast in diesem Jahr war unter anderem Karina Kalks und Katja Tettauer von der Mantrail Academy Austria (maa) aus Wien.

„Glück ist das einzige, das sich vermehrt, wenn man es teilt“, so Manfred Burdich, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Mit Wissen“, so Burdich, „verhält es sich genauso. Auch Wissen wird mehr, wenn man es teilt“. Und das sei der Grund, warum die Personenspürhundeführer aus Kronach immer wieder solche Erfahrungsaustausche suchen und organisieren.

Sowohl die Mantrail Academy Austria unter Führung von Karina Kalks als auch die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing sind Pioniere in der Ausbildung und im Einsatz von Personenspürhunden. Der Blick über den Tellerrand ist beiden Organisationen wichtig. Denn Qualität in der Ausbildung rettet Leben. Darüber hinaus schützen solche Treffen vor „Betriebsblindheit“, sind sich Kalks und Burdich sicher.

Ursprünglich sollte dieses Treffen bereits im Frühjahr stattfinden. Allerdings durchkreuzte die Corona-Krise die Pläne der Organisatoren. Die Reisebegrenzungen gestatteten schlicht keinen länderübergreifenden Austausch. Und auch die Kontaktverbote machten die ursprüngliche Planungen zu nichte. „Umso mehr freuen wir, dass wir das Camp jetzt – unter Beachtung aller Abstands- und Hygieneregeln durchführen konnten“, so Burdich.

Im Zentrum des Ausstauschs stand das Teilen empirischen Wissens bei der Suche nach vermissten Menschen. Burdich abschließend: „Wir schätzen das Wissen von Karina Kalks enorm, denn sie analysiert jedes Geschehen um das Thema „Vermisstensuche“ mit nahezu wissenschaftlicher Akribie.“ Eine Arbeitsweise, die auch die Grundlage bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing darstellt.

Das nächste Treffen ist übrigens bereits in Planung. Es soll 2021 wieder im Landkreis Kronach stattfinden.