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Jack

Jack“, männlich, Mischling, geb. 08/16, 53 cm

Mit wem darf Jack durch dick und dünn gehen?

Eigentlich ist unser Jack ein richtig toller Kerl. Er ist nicht nur jung und bildhübsch, sondern sehr intelligent, aufmerksam und lernwillig, zudem superlieb und anhänglich bei seinen Bezugspersonen. Leider jedoch – und dies ist Jacks kleines Manko – NUR bei seinen Bezugspersonen! Mit fremden Menschen hat der fröhliche Jungspund so rein gar nichts am Hut. So gutmütig, zärtlich und liebevoll er mit seinen vertrauten Menschen umgeht, so widerborstig verhält er sich bei Fremden.

Jack hat einen ausgeprägten Wach- und Schutztrieb, verteidigt sein Revier und seine Menschen und wäre als Wächter für Haus und Hof sicherlich unschlagbar. Wer also einen Hund sucht, der im Ernstfall ein Auge auf das Anwesen haben kann, wird in Jack einen verlässlichen „Mitarbeiter“ finden. Für Familien, in denen viel fremder Besuch kommt, wäre er dagegen weniger geeignet.

Positiv lässt sich hierzu allerdings sagen, dass sich Jack auch an neue Gesichter schnell gewöhnt. Auch sieht er die Menschen, die er erst einmal akzeptiert hat, nicht mehr als Bedrohung, sondern als enge Freunde der Familie an.

Trotzdem können wir ihn im Tierheim nicht gleich jedem Fremden zum Gassigehen mitgeben. Wer jedoch etwas Geduld hat und sich – mit einer paar Leckerlis bewaffnet – vor Jacks Zwinger setzt, mit ihm spricht und ihn füttert, wird schnell merken, wie rasant sich Jacks Verhalten ihm gegenüber ändert. Hierfür suchen wir Menschen, die bereit sind, erst ein paar Mal ins Tierheim zu kommen und Jack zu besuchen. Eine Vermittlung beim ersten oder vielleicht zweiten Kommen ist hier leider nicht möglich.

Trotzdem – Jack ist sehr schlau und versteht sehr schnell, wenn es jemand gut mit ihm meint. Hat er erst einmal ein neues Gesicht akzeptiert, ist er absolut gutmütig und freundlich und lässt alles mit sich machen, selbst unangenehme Dinge beim Tierarzt. Wenn Jack jemanden mag, dann voll und ganz und mit Haut und Haar. Der anhängliche Kerl lebt für seine Menschen. Seine Familie ist der Mittelpunkt seines Lebens.

Mit aufmerksamen Augen hängt er an den Lippen seiner Bezugspersonen und brennt regelrecht darauf, einen Befehl ausführen zu dürfen. Er ist – wie schon erwähnt – sehr intelligent, im Moment aber ein kleiner Rohdiamant, der noch viel lernen muss, dies aber auch möchte. Im Tierheim ist er leider überhaupt nicht ausgelastet.

Obwohl er laut Aussage seines Vorbesitzers eigentlich eine Mischung aus Jack Russell Terrier und Labrador sein soll (beides Rassen, die völlig anders aussehen…), gehen wir von einem Border Collie in seiner Ahnenreihe aus. Dazu würde auch sein Arbeitswille, seine Intelligenz und sein Temperament passen. Jack braucht Action, er möchte etwas zu tun haben und mitdenken müssen. Wir könnten uns gut vorstellen, dass er ein begeisterter Agiliy-Partner wäre. Auch für andere Hundesportarten wäre er bestimmt geeignet. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Jack ausgelastet wird. Reine Spaziergänge (die sind natürlich auch sehr wichtig) reichen dabei nicht aus.

Aufgrund seines anfänglichen Misstrauens gegenüber Fremden wie auch seines Arbeitseifers sollten Jacks neue Besitzer schon etwas Hundeerfahrung mitbringen. Auch für kleine Kinder ist er nicht geeignet.

Mit Hündinnen versteht er sich gut und gibt hier ganz den Cavalier, Rüden und Katzen zählt er allerdings nichts zu seinen Freunden.

Jack wurde abgegeben, weil er während der achtstündigen Abwesenheit seines Herrchens aus Frust und Langeweile mehrfach die Wohnung umdekoriert hat – dies jedoch nicht nach dem Geschmack seines Besitzers…

Das Alleinbleiben fällt ihm also sichtlich schwer. Was Jacks Benehmen im Tierheim betrifft, können wir dazu nur sagen, dass er bei uns noch nie etwas kaputt gemacht hat. Er knabbert nicht einmal an den Decken, wie es viele andere Hunde gerne tun. Sicherlich ist er nicht der richtige Kumpel für ein Herrchen, das acht Stunden außer Haus ist. Trotzdem könnten wir uns vorstellen, dass er auch mal kurzzeitig allein bleiben kann, wenn er genügend ausgelastet ist und nicht mehr ganz so vor Energie und Tatendrang sprüht. Langsames Training (zuerst nur aus dem Zimmer gehen und die Abwesenheits-Zeiten dann ganz langsam steigern) ist natürlich trotzdem nötig. Wir suchen daher eine Familie, in der wenigstens in der Anfangszeit immer jemand zuhause ist.

Neben Kommandos Erlernen, lange Spaziergänge Unternehmen und Schmusen hat Jack übrigens noch ein weiteres Hobby: Er spielt leidenschaftlich gern mit Bällen oder Quietschies. Außerdem ist er eine richtige Wasserratte.

Jack ist ein Hund, der durchaus Ecken und Kanten hat und mit dem auch noch etwas gearbeitet werden muss. Auf der anderen Seite ist er ein richtig toller Kerl, den wir im Tierheim sehr ins Herz geschlossen haben und der jede Mühe wert ist. Er hat auf jeden Fall das Potential zu einem richtig tollen Kumpel, mit dem man Pferde stehlen kann. Wenn Sie das auch so sehen und Sie ihm eine Chance geben möchten, würden wir uns über Ihren Besuch sehr freuen! Dabei aber auf keinen Fall die Leckerlis vergessen! Denn Sie wissen ja selbst: Liebe geht durch den Magen!

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail: tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

Schulhundeausbildung

Kronach (bu) Alin Jünger-Geissler aus Kronach, Birgit Cronenberg aus Bayreuth, Daniela Schindler aus Thierstein, Doris Frank aus Fürth, Elke Höfner aus Johannisthal, Jana Wöhner aus Seßlach, Barbara Förtsch aus Marktrodach, Elke Rauscher aus Weidenberg, Benjamin Pfister aus Kronach und Christine Kern aus Helmbrechts: Sie alle haben die diesjährige Ausbildung zum zertifizierten Therapiebegleithundeteam bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing in Kronach erfolgreich bestanden. Benjamin Pfister und Christine Kern haben mit ihren Hunden Siva und Oscar erstmalig auch die Zusatzqualifikation „Schulbegleithund“ erworben.

„Die Schulbegleithundeausbildung haben wir seit diesem Jahr fest in die Therapiebegleithundeausbildung integriert“, so Manfred Burdich, Vorsitzender und Ausbildungsleiter der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. Ermöglicht wurde diese Zusatzausbildung durch eine Kooperation mit Prof. Dr. Silke Schworm von der Universität Regensburg. Sie hat das Projekt „Schulbegleithund“ fachlich verantwortet und wissenschaftlich begleitet. Silke Schworm engagiert sich – wie alle Dozentinnen und Mentorinnen – ehrenamtlich im Therapiehundezentrum der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement könnten wir den hohen Standard unserer Ausbildung nicht halten“, so Burdich. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist nach wie vor die einzige europäische Organisation, die sowohl von der European Society for Animal Assisted Therapy (ESAAT) und von der Animal Assisted Intervention International (AAII) akkreditiert bzw. zertifiziert ist.

Neben den beiden Schulhunden kommen die geprüften Teams unter anderem bei schwer erziehbaren Jugendlichen (sogenannten „Systemsprengern), in der Alten- und Krankenpflege, bei der psychologischen Betreuung onkologischer Patienten oder in der Mittagsbetreuung von Schulkindern zum Einsatz. Die Ausbildung selbst dauert ein halbes Jahr und schließt mit einer praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.

Die beiden Schulhunde werden fortan bester Freund und Lernhelfer sein. Die Hunde „Siva“ und „Oscar“ sind aber nicht dazu da, die Schulkinder zu bespaßen, sondern um das Lernen zu erleichtern. Die Erfolge der Schulbegleithunde sind enorm: Hyperaktivität, Mobbing, Sprachstörungen, Langeweile, Ängste – vieles, was dem Lernen im Weg steht, verbessert sich durch den Einsatz eines Schulhundes. Der Hund im Klassenzimmer verändert die Atmosphäre und beruhigt die Kinder.

„Wir sind ein bisschen Stolz, dass wie die Ausbildung heuer trotz Corona anbieten konnten“, so Burdich weiter. Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept habe jede Infektion mit COVID-SARS-19 verhindert. Die theoretische Wissensvermittlung erfolgte zum Teil über die „k9-akademie“, eine Lernplattform, die von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg entwickelt wurde.

Foto: Hund „Anton“ bei den ersten Trockenübungen.

Milo

Rund vier Wochen war der Hund „Milo“ vermisst, nachdem der aus dem Tierschutz stammende Hund entlaufen war. Heute konnte er durch das Netzwerk Hundesuche der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing mittels Lebendfalle gesichert werden. Ein herzliches Dankeschön an die „Netzwerker“ für den unermüdlichen Einsatz.

Aphrodite

„Aphrodite“, weiblich, Mischling groß, geb. 06.09.18, 58 cm – Liebenswerte Schmusehündin sucht Gleichgesinnte zum Spaßhaben

Seit Mitte Juli ist bei uns im Tierheim Kronach nichts mehr, wie es vorher war. Innerhalb von nur wenigen Tagen haben wir 41 (!!!) neue Hunde aufgenommen – 17 erwachsene und 24 Welpen! Alle stammen vom selben Besitzer, dem seine Hundehaltung wohl etwas über den Kopf gewachsen war. Umso dankbarer sind wir jedoch, dass er dies eingesehen hat und sich helfen ließ. So können wir nun geeignete neue Plätze für seine Vierbeiner finden.

Dies ist auch dringend nötig, denn im Moment sind wir platzmäßig, aber auch finanziell und kräftemäßig hart an der Grenze unserer Belastbarkeit angekommen. Noch nie war unser Tierheim so voll, noch nie haben wir so viele Hunde auf einen Schlag aufgenommen. Das ist im Moment wirklich eine echte Herausforderung!

Einer der Neuankömmlinge ist die braune Mischlingshündin Aphrodite, die nach der griechischen Göttin der Schönheit benannt wurde – zu Recht, wie wir finden! Welche Rassen wohl alle in ihrer Ahnenreihe zu finden sind, können wir leider nicht mehr nachvollziehen. Deutscher und Belgischer Schäferhund, Labrador und Rhodesian Ridgeback könnten laut Auskunft des Vorbesitzers mitgemischt haben, aber sicher ist das natürlich nicht.

Aphrodite hat einen absolut offenen und aufgeschlossenen Charakter, geht fröhlich auf jedermann zu und bietet ihre Freundschaft an. Sie ist gutmütig, anhänglich und verschmust und sicher genau das, was man sich unter einem duften Kumpel vorstellt, mit dem man Pferde stehlen kann. Schmusen und einfach in der Nähe ihrer Lieben sein sind ihre ganz großen Leidenschaften. Zwar wissen wir nicht, ob sie schon einmal mit kleinen Kindern Kontakt hatte, jedoch könnten wir uns gut vorstellen, dass es dabei keine Probleme gibt. Natürlich liegt es aber auch in der Verantwortung der Eltern, ihrem Nachwuchs einen rücksichts- und liebevollen Umgang mit ihrem Vierbeiner vorzuleben und beizubringen.

Was die Beschäftigung mit Aphrodite betrifft, ist es allerdings mit Schmusen allein noch nicht getan. Sie braucht auf jeden Fall Menschen, die noch etwas mit ihr arbeiten und ihr das kleine Hundeeinmaleins beibringen. Im Tierheim ist sie verständlicherweise überhaupt nicht ausgelastet, dabei möchte sie so gern beweisen, was in ihr steckt. Aphrodite freut sich riesig, wenn man sich mit ihr beschäftigt, sie hat großen Spaß am Lernen und freut sich über jedes Lob. Leider hatte sie bis jetzt nicht viel Gelegenheit, zu lernen, aber sie würde das so gern nachholen!

Darüber hinaus braucht die muntere junge Hündin natürlich auch genügend körperliche Auslastung in Form von langen Spaziergängen, Spielen und Herumtollen. Auch Agility, Suchspiele, Ballspiele etc. könnten ihr sicher gut gefallen. Aphrodite ist kein Stubenhocker, sondern ein Outdoor-Hund, der alles begeistert mitmacht und seine Menschen gern auf Schritt und Tritt begleitet.

Wir denken, dass sie großes Potential hat und sich mit der richtigen Hilfestellung zu einem verlässlichen und treuen Begleiter entwickeln könnte. Doch dafür braucht sie Menschen, die Spass daran haben, mit einem Hund zu arbeiten, ihm Kommandos beizubringen und ihn geistig zu fordern.
Ein Haus mit eingezäuntem Garten in ländlicher Gegend, dazu Menschen mit genügend Zeit und etwas „Hundeverstand“ – das wäre genau Aphrodites Traum-Zuhause.

Was andere Hunde betrifft, ist sie in der Regel gut verträglich. Sie ist aber auch kein Duckmäuser, der sich von anderen dumm anmachen lässt. Sie hat durchaus Selbstbewusstsein und zeigt einem Hundekumpel deutlich, wenn er sich in ihren Augen daneben benimmt oder zu weit geht. Trotzdem könnte sie sicher auch gut als Zweithund leben.

Welche netten Menschen suchen einen anhänglichen Familienhund, mit dem sie viel Spaß haben und durch dick und dünn gehen können?

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
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www.tierheim-kronach.de

AG Mantrailing ist zertifizierte Ausbildungsstätte für Assistenzhunde

Kronach (bu) Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum mit Sitz in Kronach ist seit wenigen Tagen jetzt auch eine zertifizierte Ausbildungsstätte für Assistenzhunde. Neben Personenspürhunden, Leichenspürhunden, Therapiebegleithundeteams und Teams für die tiergestützte Leseförderung rundet der Verein mit dieser Zertifizierung sein Leistungsportfolio im Bereich der Hundeausbildung für den sozialen Sektor ab.

Seit knapp zwei Jahren betreibt die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing bereits einen Ausbildungsstützpunkt des Deutschen Assistenzhundezentrums. Mit der Zertifizierung durch die International Association of Assistance Dog Partners (IAADP) hat die Qualität der Ausbildung in Kronach internationales Niveau erreicht. Ein Assistenzhund, auch Service-Dog genannt, ist ein Hund, der so ausgesucht und ausgebildet wird, dass er in der Lage ist, einen Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Genaue Definitionen sind nicht einheitlich, jedoch muss jeder Hund in der Lage sein, mindestes drei spezifische Fertigkeiten für „seinen“ Menschen mit Behinderung zu erbringen. „Die häufigste und bekannteste Form von Assistenzhunden sind Blindenführhunde“, so Manfred Burdich von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Die meisten Hunde, die wir ausbilden sind jedoch Hunde für Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung – zum Beispiel bei Opfern von sexuellem Missbrauch oder sonstigen Gewalterfahrungen.“ Die Ausbildung eines Assistenzhundes bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing erfolgt immer zusammen mit dem Klienten, denn nur so können Mensch und Tier zu einem echten Team zusammenwachsen. Und als Verein wird die Ausbildung ehrenamtlich durchgeführt. Wäre dies nicht der Fall, könnte sich kaum jemand einen Assistenzhund leisten.

Foto: Die Ausbildung eines Assistenzhundes ist vielfältig und immer auf die Bedürfnisse des jeweiligen Klienten abgestimmt – ohne die Bedürfnisse des Hundes außer Acht zu lassen. Eine Ausbildung, die sowohl das Wohl des Hundes als auch des Menschen im Blick hat ist eine der Voraussetzungen zur Zertifizierung durch die International Association of Assistance Dog Partners (IAADP).

Futterspende für Tierheim und Humanitäre Hilfe

Kronach (bu) Rund zwei Tonnen Hunde- und Katzenfutter gingen in den letzten Tagen als Spende an das Tierheim in Kronach und an die Humanitäre Hilfe für Menschen in Not.
Die Futterspende kam von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum. Für den Verein mit Sitz in Kronach ist die Hilfe und Unterstützung für notleitende Menschen und Tiere selbstverständlich. Dem Verein ist es ein echtes Anliegen, auch andere Organisationen zu unterstützen, sofern es die Mittel und Möglichkeiten des Vereins zulassen, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing, Manfred Burdich. „In unserer täglichen Arbeit als Ausbilder von Rettungshunde- und Therapiebegleithundeteams oder als Ausbilder für Assistenzhunde für Menschen mit Behinderung haben wir es tagtäglich mit den verschiedensten Menschen und Tieren zu tun. Und leider stehen nicht alle davon auf der Sonnenseite des Lebens“, so Burdich. „Mit dieser Futterspende wollen wir einen kleinen Beitrag leisten, dass es Mensch und Hund in Notzeiten ein bisschen besser haben“.
Das Foto zeigt ehrenamtliche Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing und des Tierschutzvereins Kronach und Umgebung beim Verladen der Futterspende.

Karina Kalks zu Gast in Kronach

Förtschendorf/Wien (bu) „Hundenase, Geruch und mehr…“, unter diesem Motto hat die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum mit Sitz in Kronach zum diesjährigen Deutsch-Österreichischen Mantrailing-Camp in den Landkreis Kronach eingeladen. Bereits zum fünften Mal organisierte die Rettungshundestaffel dieses Treffen, welches mal in Deutschland und mal in Österreich stattfindet. Zu Gast in diesem Jahr war unter anderem Karina Kalks und Katja Tettauer von der Mantrail Academy Austria (maa) aus Wien.

„Glück ist das einzige, das sich vermehrt, wenn man es teilt“, so Manfred Burdich, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Mit Wissen“, so Burdich, „verhält es sich genauso. Auch Wissen wird mehr, wenn man es teilt“. Und das sei der Grund, warum die Personenspürhundeführer aus Kronach immer wieder solche Erfahrungsaustausche suchen und organisieren.

Sowohl die Mantrail Academy Austria unter Führung von Karina Kalks als auch die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing sind Pioniere in der Ausbildung und im Einsatz von Personenspürhunden. Der Blick über den Tellerrand ist beiden Organisationen wichtig. Denn Qualität in der Ausbildung rettet Leben. Darüber hinaus schützen solche Treffen vor „Betriebsblindheit“, sind sich Kalks und Burdich sicher.

Ursprünglich sollte dieses Treffen bereits im Frühjahr stattfinden. Allerdings durchkreuzte die Corona-Krise die Pläne der Organisatoren. Die Reisebegrenzungen gestatteten schlicht keinen länderübergreifenden Austausch. Und auch die Kontaktverbote machten die ursprüngliche Planungen zu nichte. „Umso mehr freuen wir, dass wir das Camp jetzt – unter Beachtung aller Abstands- und Hygieneregeln durchführen konnten“, so Burdich.

Im Zentrum des Ausstauschs stand das Teilen empirischen Wissens bei der Suche nach vermissten Menschen. Burdich abschließend: „Wir schätzen das Wissen von Karina Kalks enorm, denn sie analysiert jedes Geschehen um das Thema „Vermisstensuche“ mit nahezu wissenschaftlicher Akribie.“ Eine Arbeitsweise, die auch die Grundlage bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing darstellt.

Das nächste Treffen ist übrigens bereits in Planung. Es soll 2021 wieder im Landkreis Kronach stattfinden.

Paul

Paul“, männlich, Labradormix, geb. 08.03.17, 60 cm

Fröhliches Kraftpaket sucht Familie zum Pferdestehlen

Seit Mitte Juli ist bei uns im Tierheim Kronach nichts mehr, wie es vorher war. Innerhalb von nur wenigen Tagen haben wir 41 (!!!) neue Hunde aufgenommen – 17 erwachsene und 24 Welpen! Alle stammen vom selben Besitzer, dem seine Hundehaltung wohl etwas über den Kopf gewachsen war. Umso dankbarer sind wir jedoch, dass er dies eingesehen hat und sich helfen ließ. So können wir nun geeignete neue Plätze für seine Vierbeiner finden.

Dies ist auch dringend nötig, denn im Moment sind wir platzmäßig, aber auch finanziell und kräftemäßig hart an der Grenze unserer Belastbarkeit angekommen. Noch nie war unser Tierheim so voll, noch nie haben wir so viele Hunde auf einen Schlag aufgenommen. Das ist im Moment wirklich eine echte Herausforderung!

Leider konnten wir bis jetzt noch fast keinen der erwachsenen Hunde vermitteln, denn während uns die Interessenten für die Welpen schier die Bude einrennen, hat kaum jemand ein Auge für die erwachsenen Vermittlungskandidaten. Wir finden das sehr schade, denn auch die großen Hunde sind alle noch jung, zudem bildschön und absolut lieb. Auch wenn sie nicht über den Niedlichkeitsbonus der Babys verfügen, sind sie es doch wert, genauer betrachtet zu werden.

Einer von ihnen ist der rabenschwarze Labradormischling „Paul“. Paul ist ein richtiges Powerpaket, ein Energiebündel, das vor Optimismus und guter Laune nur so strotzt und schon längst in den Startlöchern steht, um mit netten Menschen durch dick und dünn zu gehen.

Er hat einen offenen und aufgeschlossenen Charakter, geht fröhlich auf jedermann zu und bietet seine Freundschaft an. Er ist gutmütig, anhänglich und verschmust und sicher genau das, was man sich unter einem duften Kumpel vorstellt, mit dem man Pferde stehlen kann. Zwar halten wir ihn eher ungeeignet für kleinere Kinder, denn er ist ein richtiger Kraftprotz und kann auch sehr ungestüm und wild sein, ansonsten aber würde er sicher einen tollen Familienhund abgeben.

Was Paul aber auf jeden Fall dringend braucht, sind Menschen, die sich mit ihm beschäftigen und mit ihm arbeiten. Im Tierheim ist er überhaupt nicht ausgelastet, dabei sprüht er nur so vor Energie und möchte seinen Tatendrang endlich in interessante Beschäftigungen stecken. Ballspiele, Apportieren, Agility, Suchspiele und vieles mehr – das wäre genau nach seinem Geschmack.

Interessenten müssen allerdings wissen, dass er kein bereits fertig und tiptop erzogener Hund ist! Nein, hier muss schon noch etwas mit ihm gearbeitet werden. Aber Paul hat auch richtig Lust dazu. Er hat großes Potential und könnte sich mit der richtigen Hilfestellung zu einem verlässlichen Begleiter entwickeln. Doch dafür braucht er Menschen, die Spass daran haben, mit einem Hund zu arbeiten, ihm Kommandos beizubringen und ihn geistig zu fordern.

Daneben müssen sie ihm aber auch körperlich gewachsen sein, denn Paul hat richtig Kraft und verlangt viel Bewegung in Form von langen Wanderungen, Spielen und Herumtollen. Er ist ein Outdoor-Hund, der alles begeistert mitmacht und seine Menschen gern auf Schritt und Tritt begleitet.

Dabei dürfen aber auch Streicheleinheiten und Schmusen nicht vernachlässigt werden. Ein Haus mit eingezäuntem Garten in ländlicher Gegend, dazu Menschen mit genügend Zeit und etwas „Hundeverstand“ – das wäre genau Pauls Traum-Zuhause.

Da er anderen Hunden gegenüber durchaus etwas dominant sein kann (er war der Chef seiner früheren Hundemeute und hat es gelernt, sich durchzusetzen) sollte er am besten als Einzelhund gehalten werden. Hundebegegnungen beim Spazierengehen stellen jedoch in der Regel kein Problem dar, wobei er als alter Charmeur natürlich Hündinnen bei weitem vorzieht.

Gefragt sind nun sportliche, aktive und unternehmungslustige Menschen, die sich genau wie Paul gerne an der frischen Luft aufhalten und einen vierbeinigen Kameraden dafür suchen. Mit wem darf unser schwarzer Sonnenschein schon bald durch dick und dünn gehen?

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail: tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

Offenheit und Transparenz

Arbeitsgemeinschaft Mantrailing steht für Offenheit und Transparenz

Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum steht für Offenheit und Transparenz. Hierfür ist der Verein von der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ ausgezeichnet worden. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist bislang die erste und einzige Organisation aus dem Landkreis Kronach, die die Ziele der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) umsetzt und verfolgt. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist berechtigt, das Logo der ITZ zu führen.
In Deutschland gibt es keine einheitlichen Veröffentlichungspflichten für zivilgesellschaftliche Organisationen. Dabei hilft Transparenz, die eigene Arbeit für die Öffentlichkeit sowie Spenderinnen und Spender nachvollziehbar zu machen und so Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu stärken. Auf Initiative von Transparency International Deutschland e.V. haben im Jahr 2010 zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte. Dazu zählen unter anderem die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur. „Für die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist es selbstverständlich, dass wir unsere Strukturen offen legen“, so der Vorsitzende Manfred Burdich. Burdich weiter: „Jedes Mitglied hatte schon immer das Recht, Einsicht in alle finanziellen und strategischen Vorgänge zu nehmen. Diese Philosophie der Offenheit weiten wir jetzt konsequent für jedermann aus.“
Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft fördert ein Plus an Informationen, welches die Organisationen, die sich der ITZ angeschlossen haben, freiwillig anbieten und das über die gesetzlichen Veröffentlichungspflichten für zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland hinausgeht. Hierfür liefert die ITZ einen Rahmen für grundlegende Transparenz in gemeinnützigen Organisationen. Es wird damit ein Angebot geschaffen, sich mit dem Thema Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit zu befassen und trägt dazu bei, die Kultur der Transparenz im gemeinnützigen Sektor zu stärken.
Organisationen, welche die Anforderungen der ITZ umgesetzt haben, dürfen das ITZ- Logo führen und können somit einfach nach außen dokumentieren, dass sie sich mit dem Thema befasst haben und die Veröffentlichung der festgelegten Informationen vollständig vorgenommen haben und diese auch in Zukunft stets aktuell halten wollen.

Schluß mit der Verlustangst


Verlaufen, verletzt, gestohlen oder einfach nur zu freiheitsliebend – es gibt viele Wege, auf denen ein Tier verloren gehen kann

Aber es gibt nur einen wirklich sicheren es wiederzufinden – die elektronische Tierkennzeichnung und Registrierung.

Für Tierhalter ist es ein Drama, wenn der Hund sich selbstständig macht oder die Katze am Morgen nicht nach Hause kommt. In Deutschland entlaufen jährlich rund 300.000 Hunde und Katzen, wie viele davon wieder aufgefunden werden, ist nicht genau bekannt. Dabei ist es relativ einfach, die Tiere so zu markieren, dass sie im Falle eines Falles zurückgebracht werden können. Die sicherste und sanfteste Methode, Hund oder Katze entsprechend zu kennzeichnen, ist die elektronische Kennzeichnung mittels Transponder. Dabei handelt es sich um einen sehr kleinen Chip, der nahezu schmerzfrei und in der Regel ohne Betäubung vom Tierarzt injiziert werden kann. Auf dem Mikrochip ist eine weltweit einmalige Nummer gespeichert, Verwechselungen sind somit ausgeschlossen. Die Nummer lässt sich, etwa in einem Tierheim, in das herrenlose Hunde und Katzen meist gebracht werden, aber auch in der tierärztlichen Praxis, mit einem speziellen Gerät auslesen.

Doch die Nummer allein hilft bei einem Tierfund nicht weiter. Daten über Besitzer oder Adresse sind auf dem Transponder nicht hinterlegt. Deshalb ist es zwingend erforderlich, ein gechipptes Tier beziehungsweise dessen Nummer bei einem der Heimtierregister zu melden und, etwa bei einem Umzug, zu aktualisieren. Das größte private Register führt TASSO e.V., gefolgt von Findefix, dem Register des Deutschen Tierschutzbundes e.V. Beide sind kostenlos für den Halter. Ein weiteres, ebenfalls privat betriebenes internationales Register, IFTA, ist kostenpflichtig. Durch die Anmeldung des Tieres in einem Haustierregister sind beispielsweise Tierheime, Tierarztpraxen und Polizeidienststellen, aber auch Privatpersonen in der Lage, Fundtiere jederzeit schnell an den Besitzer zurückvermitteln zu lassen.

Die Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen ist in Deutschland freiwillig, von einigen Ausnahmen abgesehen. Bei Reisen innerhalb Europas ist die elektronische Tierkennzeichnung mit der Eintragung in den EU-Heimtierausweis bereits seit 2014 verpflichtend. Auch für die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen und Ausstellungen ist dies vorgeschrieben. Unabhängig von gesetzlichen Vorgaben, ist die Kennzeichnung und Registrierung aber in jedem Fall die richtige Maßnahme. Die Erfahrungen der wichtigen Tierregister zeigen, dass ein sehr hoher Prozentsatz verloren gegangener Hunde und Katze wieder nach Hause vermittelt werden kann. Aus einem kurzzeitigen Verlust muss also kein langandauerndes Trauma werden.