Ben

„Ben“, männlich, Entlebucher Sennenhund, geb. 27.06.10, 50 cm

Ben sehnt sich nach einem schönen Alterswohnsitz!

Wieder einmal stellen wir fest, dass auch Reinrassigkeit nicht vor dem Tierheim schützt… Dies muss im Moment unser „Ben“, ein reinrassiger Entlebucher Sennenhund, am eigenen Leib erfahren. Der Entlebucher Sennenhund ist der kleinste der Schweizer Sennenhunde, von denen der bekannteste der Berner Sennenhund ist. Im Gegensatz zu seinem großen Verwandten ist Ben jedoch nur mittelgroß und hat kurzes Fell. Die für alle Schweizer Sennenhunde so typische tricolore Fellzeichnung hat er aber genauso.

Nach dem Tod seines Herrchens und dem Umzug seines Frauchens in ein Pflegeheim musste Ben schweren Herzens ins Tierheim übersiedeln. Mit seinen nunmehr knapp 12 Jahren ist er natürlich auch schon ein Senior und wird es nicht leicht haben, eine neue Familie für sich zu erobern. Tatsache ist, dass die meisten Menschen sofort abschätzig abwinken, wenn sie von Bens Alter erfahren. Doch wir geben die Hoffnung nicht auf und werden uns nach Kräften bemühen, dass der brave Ben seinen Lebensabend im Kreis einer liebevollen Familie und nicht hinter Tierheim-Gittern verbringen muss.

Ben selbst scheint von seinem Pech jedoch weithin unbekümmert zu sein. Er ist ein unerschütterlicher Optimist, der aus jeder Situation das beste macht. Erstaunlicherweise hat er kaum getrauert, sondern sich sehr schnell ins Tierheimleben eingefunden – sehr ungewöhnlich für alte Hunde, die sich ja normalerweise sehr in ihrem Alltagstrott geborgen fühlen. Doch Ben bläst kein Trübsal, sondern findet sein neues Leben aufregend und spannend.

Besonders gut gefallen ihm seine täglichen Spaziergänge durch Wald und Flur. Wir vermuten, dass er bei seinen Besitzern vorher kaum noch Gassi geführt wurde, sondern wahrscheinlich meist nur im Garten war. Zumindest hatte Ben bei Ankunft im Tierheim kaum Muskeln und man konnte ihm deutlich ansehen, dass er sich anfangs beim Laufen schwer getan hat. Durch langsames Training hat sich seine Kondition inzwischen aber gewaltig gesteigert, was nicht schwer war, da Ben begeistert alles mitmacht und die tägliche Bewegung, die Begegnungen und Schnüffeleien unterwegs und das Zusammensein mit seinen Menschen einfach toll findet.

Natürlich ist er trotzdem ein alter Hund, der keine Marathonmärsche und keine Bergtouren mehr schafft. Da er manchmal etwas steifbeinig läuft und es etwas dauert, bis er sich „eingelaufen“ hat, vermuten wir auch, dass er etwas Arthrose hat wie so viele andere alte Hunde auch. Doch für gemütliche, nicht allzu lange Spaziergänge (eine Stunde ist kein Problem) ist Ben immer zu haben. Er wäre sicher ideal für ein älteres Ehepaar geeignet, das noch rüstig genug ist, um mit ihm gemeinsam durch Wald und Flur zu marschieren.

Ben ist freundlich zu allen Menschen und ist im Tierheim noch nie unangenehm aufgefallen. Er schmust für sein Leben gern, ist zutraulich und aufgeschlossen selbst fremden Personen gegenüber, unternehmungslustig und bereit, Neues kennenzulernen. Ob er Kinder bereits kennt, wissen wir leider nicht, aber größere Kinder sollten kein Problem sein.

Mit anderen Hunden war er bei uns bisher noch nicht zusammen. Seine männlichen Rivalen bellt er am Gitter gerne an, aber mit einer netten Hündin würde er sich bestimmt verstehen. Katzen mag Ben jedoch leider nicht und würde sie gern jagen.

Im Haus ist Ben superbrav. Er ist absolut sauber und stubenrein, macht nichts kaputt und kann sich benehmen. Alleinbleiben schafft er spielend und ohne etwas anzustellen und auch Autofahren meistert er prima. Im Garten bellt er allerdings gerne mal, da er sich als Wachhund versteht und gerne alles kommentiert, was um ihn herum vorgeht.

Ein paar Alterszipperlein sind in Bens Alter absolut normal: So haben wir den Eindruck, dass er schon etwas schwer hört und dass er vielleicht Arthrose hat. Gegen letzteres bekommt er entsprechende Futterzusätze (sollte es schlimmer werden eventuell auch Schmerzmittel), doch sonst lässt sich nicht viel dagegen tun. Viele alte Hunde haben Arthrose und können noch lange und glücklich damit leben.

Abgesehen davon ist Ben ohnehin nicht der Typ, der sich so schnell unterkriegen lässt – nicht durch den Tod seines Herrchens, den Umzug ins Tierheim und die damit verbundene radikale Umstellung seines Lebens und auch durch eine eventuelle Arthrose wird er sich den Lebensabend nicht vermiesen lassen. Er schaut positiv in die Zukunft und fühlt sich noch nicht zu alt für neue aufregende Erfahrungen.

Diesen unerschütterlichen Optimismus darf man doch nicht enttäuschen! Es muss doch irgendwo eine nette Familie oder ein liebevolles älteres Ehepaar geben, wo genau so ein liebenswerter, ruhiger, braver, dankbarer und anhänglicher Kamerad auf vier Pfoten gesucht wird! Wenn Sie sich angesprochen fühlen, melden Sie sich doch bitte! Ben freut sich schon auf Sie!

Kontakt:

Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
tsvkc@gmx.de
09261 / 20111
www.tierheim-kronach.de

Sky

„Sky“, männlich, kastriert, Galgo Espanol (Spanischer Windhund), geb. 02.09.16, ca. 63 cm
Schüchterner Flitzer sucht neue Heimat als Zweithund!

Was Sky schon alles hinter sich hat, weiß er nur selbst. Dass er bis jetzt aber nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens war, ist sicher. Die Mitarbeiter unseres spanischen Partner-Tierheims Sierra Nevada entdeckte ihn eines Tages desorientiert auf einer Straße und beschlossen, ihn im Tierheim in Sicherheit zu bringen. Monatelang versuchten sie erfolglos, ihn zu sichern, bis er schließlich eines Nachts auf einem Feld in eine Lebendfalle ging. Die Erleichterung war riesig, denn ganz allein auf sich gestellt hätte Sky keine allzu langen Überlebenschancen gehabt.

Über Skys Vorgeschichte ist leider überhaupt nichts bekannt. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass er ausgesetzt wurde. Dies ist leider in Spanien immer noch üblich, wenn Hunde nicht mehr gebraucht oder gewollt werden. Besonders häufig trifft dieses Schicksal die Galgos, wenn die Jagdsaison zu Ende ist oder deutlich wird, dass sich die Tiere nicht zur Jagd oder für Rennen eignen. Vielleicht hat Sky ja dabei sogar noch Glück gehabt, denn in manchen Regionen ist es Tradition, solche „unnützen Fresser“ an einem Baum aufzuknüpfen…

Seit Mitte März befindet sich Sky nun im Tierheim Kronach und hofft, von hier aus in ein neues und besseres Leben zu starten.

In ungewohnter Umgebung oder bei fremden Menschen zeigt sich Sky erst einmal recht schüchtern und ängstlich. Er ist sehr vorsichtig und zurückhaltend, was man gut verstehen kann, wenn man sich seine Vorgeschichte vor Augen hält. Leider hat er bis jetzt nicht allzu viele gute Erfahrungen mit Menschen gemacht und gerade als Straßenhund kann ein gesundes Misstrauen lebensrettend sein.
Trotzdem ist Sky aber absolut lieb! Er ist kein Angstschnapper, sondern total unterwürfig und gutmütig. Noch nie hat er unwillig reagiert, und selbst in unangenehmen Situationen wie zum Beispiel beim Tierarzt duckt er sich höchstens und lässt alles geduldig und ohne Gegenwehr über sich ergehen.

Sky braucht einfach etwas Zeit, um zu erkennen, dass man ihm nichts Böses will. Er verschenkt sein Vertrauen nicht gleich offenherzig an jeden, sondern man muss es sich verdienen. Dafür braucht Sky Menschen mit Geduld und Verständnis, die sich in ihn hineinfühlen können und nicht erwarten, dass er gleich am ersten Tag perfekt „funktioniert“. Sie sollten liebevoll, ruhig und konsequent mit ihm umgehen und ihm Sicherheit und Geborgenheit geben.

Auch ein Zweithund, an dem er sich orientieren kann, wäre super. Im Tierheim haben wir schnell gemerkt, dass sich Sky ohne Hundekumpel nur „halb“ fühlt. Offensichtlich ist er engen Kontakt mit anderen Hunden gewöhnt und fühlt sich so sehr wohl. Perfekt wäre natürlich ein zweiter Windhund, da Galgos unter sich eine ganz eigene „Sprache sprechen“ und sich untereinander am besten vertragen. Aber eine andere nette Hündin wäre sicher auch gut geeignet, dass sich unser Galgobub nicht mehr so einsam fühlt.

Im Tierheim hat Sky inzwischen auch schon große Fortschritte gemacht. Längst hat er verstanden, dass wir nichts Böses im Schilde führen, er freut sich, uns zu sehen, wedelt und schmust wie ein Weltmeister. Gern tollt er im eingezäunten Freilauf herum und fängt sogar langsam an, Gefallen an Bällchen zu finden.

Beim Spazierengehen ist er ein Traum, denn er zieht überhaupt nicht an der Leine, sondern schwebt wie eine Feder neben einem her und achtet sehr auf seinen Menschen. So manche Dinge, denen man unterwegs begegnet (vorbeifahrender Traktor, lärmend herumspringende Kinder etc.) sind ihm zwar immer noch sehr unheimlich, aber er lernt dazu und orientiert sich sehr an seinem Hundekumpel. Als Windhund braucht er natürlich viel Auslauf und ist daher definitiv nicht für Couch-Potatoes geeignet. Da die meisten Galgos Jagdtrieb haben, sollte Sky außerdem unbedingt an der Leine bleiben.
Dafür suchen wir für ihn ein Haus mit eingezäuntem Garten, in dem er auch mal ohne Leine herumflitzen kann. Vor allem mit anderen Galgos saust er dann gerne um die Wette und ist schnell wie der Blitz. So kann er sein galgotypisches Bedürfnis nach Kurzstreckensprints gefahrlos ausleben.

Mindestens genauso wichtig wie die Bewegung ist für Sky aber ein gemütliches Körbchen, in das er sich hineinkuscheln kann. Wie die meisten Galgos ist auch Sky im Haus sehr ruhig. Eigentlich schläft er den ganzen Tag, ganz eng zusammengeringelt in einem weichen Bettchen – je kuscheliger, desto besser. Dass er das richtig genießt, kann man ihm deutlich ansehen. Wir könnten uns gut vorstellen, dass er auch einen Sofaplatz nicht abschlagen würde.

Sky ist stubenrein und wir sind sicher, dass er auch mal allein bleiben kann, ohne etwas anzustellen. Auch als Mitfahrer im Auto macht er sich prima.

Mit anderen Hunden versteht sich Sky sehr gut, aber Katzen mag er leider nicht und möchte ihnen gern hinterher jagen.

Für Sky suchen wir ein eher ländlich gelegenes Zuhause, da ihn der Lärm und die vielen Reize einer Stadt ganz sicher überfordern würden. Ein eingezäunter und ausbruchssicherer Garten ist ebenfalls Voraussetzung.

Im Moment ist Sky noch sehr ruhig und schüchtern. Er macht zwar Fortschritte, hat sich aber immer noch nicht ganz geöffnet. Es könnte daher sein, dass er – wenn er erst einmal ganz aufgetaut ist – durchaus noch temperamentvoller und aktiver wird und vielleicht sogar den einen oder anderen Schalk im Nacken hat. Etwas Erziehung ist daher auf jeden Fall auch noch nötig.

Wer Sky eine Chance gibt und mit viel Ruhe und Gelassenheit auf ihn einwirkt, wird einen treuen Begleiter fürs Leben gewinnen. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass mit Sky auch Arbeit auf seine neuen Besitzer zukommen wird. Wir wissen leider nichts über seine Vorgeschichte und auch das Leben bei uns im Tierheim unterscheidet sich stark von dem eines „normalen“ Familienhundes. Daher wird Sky die Regeln und Rituale für das Zusammenleben mit Menschen erst noch kennenlernen müssen. Da er aber sehr gelehrig ist, sobald er eine Beziehung zu einem Menschen aufgebaut hat, sind wir uns sicher, dass sich Sky ganz prima in seinem neuen Zuhause entwickeln wird.

Für Sky suchen wir aktive Menschen mit Hundeerfahrung, die mitten im Leben stehen und ihm die Zeit geben, die er benötigt, um Vertrauen zu fassen und im neuen Zuhause anzukommen. Optimal wäre es, wenn seine neuen Besitzer bereits Erfahrungen mit seiner Rasse hätten. Sky kennt Kinder ab 10 Jahren und ist sehr freundlich zu ihnen. Da Sky jedoch Fremden gegenüber misstrauisch ist und nicht bedrängt werden möchte, sollten Kinder alt genug sein, um dies bereits verstehen können.

Möchten Sie unserem wunderschönen Sky ein Zuhause für immer geben? Dann melden Sie sich gerne bei uns!

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Zeus

„Zeus“, männlich, kastriert, Labrador, geb. 01.11.13, 60 cm

Blonder Sonnenschein sehnt sich nach eigener Familie

Als seine Besitzer in eine Wohnung umziehen mussten, musste auch Zeus sein Zuhause verlassen – leider jedoch nicht an der Seite seiner Familie. Zeus´ Weg führte ins Tierheim, wo er nun hoffnungsvoll auf liebevolle neue Adoptiveltern wartet.

Zeus ist ein typischer Labrador: freundlich zu jedermann, gutmütig, offen und zutraulich, verschmust ohne Ende und immer gut gelaunt – mit einem Wort: ein richtiger Sonnenschein, den man einfach gern haben muss. Er fremdelt bei niemandem, sondern geht auf alle Menschen aufgeschlossen zu und möchte Freundschaft schließen. Auch gegen vernünftige Kinder hätte er sicher nichts einzuwenden.

Zeus genießt es, mit Menschen zusammen zu sein. Er lässt sich mit Begeisterung streicheln und knuddeln, spielt gerne Bällchen und geht stundenlang durch Wald und Feld spazieren. Er wäre ein toller Familienhund, mit dem man viel Spaß haben kann.

Leider ist er noch nicht besonders gut erzogen, aber das lässt sich ganz sicher ändern, denn Zeus ist aufmerksam und möchte seinen Menschen gefallen. Zudem ist er seeehr verfressen (auch dies ein typisches Labrador-Erbe) und reißt sich schier ein Bein raus, um alles richtig zu machen und sich ein Leckerli zu verdienen.

Leider befürchten wir jedoch, dass Zeus nicht allein bleiben kann. Im Tierheim zerreißt er mit Fleiß alle Decken, die wir ihm in seinen Zwinger legen. Bei seinen Vorbesitzern war er wohl hauptsächlich draußen in Garten und Hof, so dass er es vielleicht nie gelernt hat, allein in einem Menschenhaushalt abzuwarten. Daher suchen wir für ihn eine Familie, in der möglichst immer jemand zuhause ist, so dass man das Alleinbleiben langsam und schrittweise mit ihm trainieren kann. Dass er auch in Zukunft nur draußen leben soll, kommt für uns dagegen nicht in Frage. Zeus ist anhänglich und menschenbezogen und möchte bei seinem Rudel sein. Freilich ist sicher nichts dagegen einzuwenden, wenn er während der Abwesenheit seiner Familie im Garten wartet (mit entsprechender Hütte, Wasser etc.!), doch sollte dies nur eine kurzzeitige Notlösung und auf keinen Fall ein Dauerzustand sein!

Wir sind uns übrigens sicher, dass Zeus stubenrein ist, da er in seinem Zwinger sehr sauber ist. Autofahren ist ebenfalls kein Problem.

Seine Fresslust und sein Erfindungsreichtum, diese zu befriedigen, darf übrigens nicht unterschätzt werden. So muss alles Essbare aus Zeus´ Reichweite sein, denn er würde ohne weiteres Mülleimer ausleeren oder am Tisch hochspringen, um an die Objekte seiner Begierde zu kommen. 😊

Obwohl Zeus nicht mehr ganz jung ist, ist er noch topfit. Auch lange Spaziergänge schafft er spielend, er rennt auch gerne einem Bällchen nach und ist für alle Unternehmungen zu haben. Gleichzeitig hat aber nicht mehr das überschäumende Temperament eines Junghundes, was ihn zu einem sehr angenehmen Begleiter macht.

Wir suchen für ihn eine nette Familie mit Haus und eingezäuntem Garten, in der er nicht so viel allein sein muss, geliebt wird und Geborgenheit erfahren darf. Er würde mit seinen Menschen ohne Zögern durch dick und dünn gehen.

Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass Zeus nur einen Stummelschwanz hat – wir wissen aber nicht, ob von Geburt an oder durch einen Unfall verursacht.

Wo könnte unser süßer Sonnenschein ein sorgloses Leben mit Familienanschluss verbringen?

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Strolch

„Strolch“, männlich, Schnauzermix, geb. 06.12.20, 58 cm

Wer kann unserem Strolch die Welt erklären?

Strolch trägt seinen Namen völlig zu Recht, denn wie alle jungen Hunde ist er ein lustiger und fröhlicher Kobold, der immer zu Unsinn aufgelegt ist, viel Power hat und natürlich auch noch viel lernen muss. Gerade jetzt wäre es ganz dringend an der Zeit, dass er Menschen für sich hätte, die ihn „an der Pfote“ nehmen, ihm alles zeigen, ihm Grenzen setzen, das Kleine Hundeeinmaleins beibringen und ihm einen sicheren Heimathafen anbieten, in dem er sich aufgehoben und geborgen fühlen kann.

Trotz seiner augenscheinlichen großen Klappe ist Strolch nämlich im Grunde ein sehr unsicherer Hund, dem viele Situationen oder auch Erwartungshaltungen seiner Zweibeiner oftmals unheimlich sind. Er ist dann oft überfordert, weiß nicht, wie er reagieren soll und versucht, seine Unsicherheit mit Bellen oder manchmal sogar durch Knurren zu überspielen. Dadurch dass er sich möglichst gefährlich erscheinen lässt, hofft er, sein Gegenüber dahingehend zu beeindrucken, dass er in Ruhe gelassen wird – die klassische Politik der Abschreckung. Leider zeigt sein Verhalten natürlich auch Wirkung und mit jeder positiven Bestärkung vertieft sich Strolchs Verhalten. Auf gut deutsch: Er hat gelernt, dass Bellen und Knurren dazu führt, sich selbst zu schützen. Dass es gar nichts zu schützen gibt, weil niemand Strolch etwas Böses will, weiß er ja nicht. Er geht halt sicherheitshalber immer vom Schlimmsten aus.

Unser Strubbeljunge bräuchte nun daher erfahrene Menschen mit Geduld, Verständnis und dem nötigen Fingerspitzengefühl, die ihm die Welt noch einmal neu erklären. Dafür ist es unbedingt erforderlich, dass seine Bezugspersonen in sich selbst ruhen, ihm ganz klare Vorgaben und Ansagen machen und Strolch somit feste Grenzen setzen können, an denen er sich orientieren kann. Unsichere Menschen würden sein Verhalten noch verschlimmern. Damit ist aber kein lauter Kommandoton oder gar körperliche Züchtigung gemeint!!! Konsequenz, Ruhe und Selbstsicherheit haben nichts mit Kasernenhofdrill zu tun, sondern müssen immer liebevoll und gelassen sein.

Vermutlich musste Strolch in seinem bisherigen Leben alles mehr oder weniger allein regeln, dabei wäre er regelrecht erleichtert, wenn das jemand für ihn übernehmen könnte, dem er vertraut und auf den er sich verlassen kann. Er möchte die Führung gar nicht selbst haben, sondern würde das gern seinem Chef überlassen. Dieser muss dann aber auch Konsequenz und Sicherheit ausstrahlen, sonst ist Strolch wieder nur auf sich selbst angewiesen.

Ausdrücklich möchten wir hier auch noch einmal darauf hinweisen, dass Strolch kein böser Hund ist und auch noch nie gebissen hat. Er nutzt das Knurren nur zur Abschreckung – und das bis jetzt mit gutem Erfolg. Noch ist aber nichts verloren, denn er ist jung und lernfähig und könnte in den richtigen Händen ein ganz toller Kumpel werden.

Bei seinen Gassigehern im Tierheim ist er das jetzt schon. Diese liebt er nämlich abgöttisch und kriegt sich vor Freude fast nicht mehr ein, wenn er mit ihnen spazieren gehen darf. Bei seinen Bezugspersonen ist er ein wahrer Schatz, er ist unendlich verschmust, anhänglich und dankbar und würde mit ihnen ganz sicher durch dick und dünn gehen. Mit ihnen schmust er auch wie ein Weltmeister, legt sich auf den Rücken und lässt sich den Bauch kraulen. Wenn er mit ihnen zusammen sein darf, strahlt er richtig über das ganze Strubbelgesicht und er scheint ein ganz anderer Hund zu sein. Er wirkt dann richtig glücklich und gelöst.

Umso unglücklicher ist unser Strolch jedoch hinter Tierheimgittern. Er mag das Gekläff der anderen Hunde außen herum überhaupt nicht, kann dann auch gar nicht wirklich entspannen, sondern steigert sich dann in den allgemeinen Stress hinein und bellt eifrig mit. Dabei ist er vermutlich gar nicht unverträglich, sondern er wird nur von der Gesamtsituation so hochgeputscht. Trotzdem würden wir ihn nicht zu einem Rüden vermitteln – entweder zu einer Hündin oder auch als Einzelhund.

Im Haus ist Strolch brav und sauber, er ist stubenrein und fährt auch gern im Auto mit. Ob er alleinbleiben kann, können wir noch nicht sagen, aber da er im Tierheim noch nie etwas kaputt gemacht hat, stehen die Chancen sehr gut. Trotzdem sollte man das Alleinbleiben vielleicht erst langsam trainieren und steigern.

Allzu lang sollte man einen so jungen Hund ohnehin nicht allein lassen, denn Strolch braucht Beschäftigung und Auslauf. Er möchte etwas lernen, geistig gefordert sein, aber sich auch körperlich auspowern können. Für lange Wanderungen durch Wald und Flur wäre er der ideale Begleiter und läuft auch schön an der Leine. Auch Ballspielen u.ä. ist er nie abgeneigt.

Ein Eigenheim mit Garten auf dem Land – das wäre Strolchs absoluter Zukunftstraum. Kleine Kinder sollten in seiner neuen Familie aber besser nicht leben.

Strolch sieht schon aus wie ein kleiner Schlingel – und er ist es sicher auch! Er ist ein kleiner Sonnenschein, der sicher noch für einige Kaspereien und Unsinn sorgen wird, noch viel lernen muss, aber auch viel zurückgibt. Welche netten Menschen mit dem richtigen Fingerspitzengefühl möchten ihm eine Chance geben und ihm die Welt erklären?

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Fritz

„Fritz“, männlich, Dt. Schäferhund-Malinois-Mix, geb. 14.06.19, 60 cm

Temperamentvolle Sportskanone sucht neuen Arbeitsplatz

Ohne Zweifel – Fritz ist ein Bilderbuchhund, wunderschön und Menschen gegenüber offen, freundlich und verschmust. Dennoch muss hier ausdrücklich gesagt werden, dass er kein Hund für „Otto Normalverbraucher“ ist. Denn Fritz ist ein regelrechtes Arbeitstier und wer sich einfach nur einen Freund für gemütliche gemeinsame Spaziergänge wünscht, wird mit dieser Sportskanone heillos überfordert sein.

Fritz sollte unbedingt an schäferhund-erfahrene Menschen vermittelt werden, die die Seele dieser Rasse verstehen und sich mit deren großen Arbeitseifer auskennen. Hunde wie Fritz möchten nicht nur einfach so „nebenbei mitlaufen“. Auch reine Bewegung füllt sie nicht wirklich aus – obwohl diese natürlich auch sehr wichtig ist. Für Couch-Potatoes ist Fritz jedenfalls ebenso wenig geeignet. Aber mit reiner körperlicher Auslastung ist es auch nicht getan, egal wie lange man wandert, joggt oder Fahrrad fährt.

Nein, Fritz braucht dringend ständigen geistigen Input in Form von Kommandos und Aufgaben sowie die Vorgabe von festen Grenzen, an die er sich halten kann. Er platzt fast vor Energie und Tatendrang und himmelt seine Menschen regelrecht an, weil er unbedingt etwas zu tun haben möchte. Er möchte mitdenken müssen, nicht einfach nur vor sich hinlaufen. Kleine Aufgaben beim Spazierengehen, das Erlernen von Kommandos, selbst von Kunststückchen und jegliche Art von Hundesport wären für Fritz nicht nur wünschenswert, sondern sogar unbedingt erforderlich, da er sonst einfach nicht ausgelastet ist. Das kann sehr anstrengend sein, keine Frage! Doch es macht auch Spaß, mit einem lernwilligen Hund zu arbeiten. Daher suchen wir für unser Energiebündel lieber etwas länger, um genau die passenden Menschen für ihn zu finden. Seine neuen Menschen sollen ja nicht überfordert oder Fritz bei ihnen unterfordert sein.

Was man bei Fritz auch unbedingt noch beachten muss, ist die Tatsache, dass er andere Hunde nicht wirklich toll findet. Zwar versteht er sich mit manchen Hündinnen, aber es ist immer Vorsicht geboten. Leider kann er bei seinen „Lieblings“- Rivalen auch ganz schön hochfahren, daher geht er bei uns im Moment nur mit Maulkorb spazieren. Das ist einfach sicherer. Den Maulkorb akzeptiert Fritz klaglos und lässt ihn sich auch ohne Probleme aufsetzen. Da ein Großteil seiner Nervosität jedoch daher rührt, dass er im Tierheim nie richtig zur Ruhe finden kann und er regelrecht aufgeputscht wird, weil es von allen Seiten um ihn herum bellt, könnten wir uns vorstellen, dass er in einem eigenen Zuhause ohne nervende Rivalen außen herum doch wesentlich relaxter wäre und dann vielleicht auch ohne Maulkorb auskommen könnte. Leider ist die stressige Tierheim-Atmosphäre für Hunde wie Fritz sehr kontraproduktiv und zusätzlich belastend.

Im Haus ist Fritz übrigens brav und sauber. Er kann sich benehmen und auch mal einige Zeit allein aushalten, ohne Unfug anzustellen. Die Türen müssen jedoch immer abgeschlossen sein, denn Türen-Öffnen ist Fritz´ leichteste Übung. Autofahren ist für ihn ebenfalls kein Problem.

Für Fritz suchen wir nun ein Zuhause mit sportlichen, aktiven und schäferhund-erfahrenen Menschen, die gerne mit einem Hund arbeiten. Auch körperlich sollten sie diesem Powerpaket gewachsen sein, denn leider zieht Fritz im Moment noch sehr an der Leine. Er ist im Tierheim einfach nicht ausgelastet und kann sein Temperament dann kaum zügeln, wenn er endlich mal raus darf.

Für kleine Kinder ist Fritz aufgrund seines überschäumenden Temperaments nicht geeignet. Auch andere Hunde oder Katzen sollten nicht anwesend sein. Ideal wäre ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten, so dass Fritz auch ohne Leine toben und spielen kann.

Fritz ist zwar ein Hund, der einige Ansprüche stellt, aber er ist im Grunde seines Herzens ein wirklich lieber und feiner Kerl. Er würde für seine Menschen durchs Feuer gehen und wäre genau der treue Kumpel, den man sich unter einem Schäferhund landläufig vorstellt. Nun fehlen uns nur noch die Menschen, die seine Seele verstehen und bei denen er ankommen und sich aufgehoben fühlen darf,

Welche Schäferhundfans haben Freude daran, mit so einem Power-Paket zu arbeiten? Wo darf unser energiegeladener Fritz seine neue Arbeitsstelle antreten?

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Bandit

„Bandit“, männlich, Husky, geb. 15.02.21, 60 cm

Fröhlicher Wirbelwind sucht aktive Familie zum Spaßhaben

Bandit trägt seinen Namen vollkommen zurecht! Er ist wirklich ein kleiner Bandit – allerdings einer, dem man nicht böse sein kann. Denn Bandit ist einfach unwiderstehlich. Er wickelt jeden um die Pfote, denn wenn er einen mit seinem verschmitzten Gesichtsausdruck ansieht oder vor lauter Begeisterung und Liebe schier umwirft, kann man nicht wirklich schimpfen, sondern muss einfach lachen – vor allem dann, wenn er mit seinem typischen Husky-Gejaule den Eindruck erweckt, ein Gespräch mit uns zu führen. Wenn man ihm etwas „vorjault“, gibt er nämlich meistens Antwort. Er ist einfach ein richtiger Sonnenschein und ein Energiebündel voller guter Laune.

Selbstredend dass Bandit zu allen Menschen superlieb ist. Er ist die Freundlichkeit und Geselligkeit in Person, findet uns Menschen einfach unwiderstehlich und reißt sich schier ein Bein aus, um unsere Aufmerksamkeit und Zuneigung zu erhalten. Er mag auch Kinder sehr gern und wäre bestimmt ein toller Familienhund – ist er doch selbst noch ein richtiger Kindskopf. Nur für kleine Kinder könnte er vielleicht ein bisschen zu grobmotorisch sein, denn er weiß manchmal nicht, wie viel Kraft er eigentlich hat.

Doch nun kommt das große Aber…! Auch wenn Bandit ein superlieber und sympathischer Hund ist, sollte man es sich wirklich genau überlegen, ob man sein Leben mit so einem Wirbelwind teilen möchte, denn das kann durchaus anstrengend sein. Bandit möchte nämlich nicht nur ein Kumpel für eine begrenzte Zeit sein, sondern sich auf seine Familie verlassen können.

Leider war dies Bandits Vorbesitzern wohl nicht so richtig bewusst, denn als aus dem niedlichen Welpenbündel ein ungestümer, großer und unerzogener Teenager wurde, waren sie überfordert und gaben ihn im Tierheim ab. Klar, das Leben mit so einem Wirbelwind ist nicht immer leicht, dennoch sollte man sich VORHER genau informieren, bevor man sich so eine Rasse anschafft. Ein zweites Mal soll Bandit so etwas nicht passieren!

Seinen neuen Besitzern sollte unbedingt klar sein, dass ein junger Husky sehr viel Bewegung braucht und auch an Erziehung hat Bandit bisher noch nicht viel mitbekommen. Mit einer Runde um den Block ist es bei ihm nicht getan! Bandit möchte sich zusammen mit Herrchen oder Frauchen gerne stundenlang in Wald und Wiese austoben. Lange Wanderungen sind genau nach seinem Geschmack und auch beim Joggen hält er spielend mit, möchte aber auch ab und zu mal anhalten und schnüffeln dürfen. Da Huskys fast immer Jagdtrieb haben, gerne ihren eigenen Kopf durchsetzen und sich nie so perfekt erziehen lassen wie z.B. ein Schäferhund, sollte er aber unbedingt an der Leine bleiben. Eine Schleppleine, an der er etwas mehr Spiel hat, ist dabei ideal.

Wie alle Huskys heult und jault auch Bandit gerne, was bei den Nachbarn nicht immer Begeisterung hervorruft. In einer Etagenwohnung oder einem kleinen Reihenhäuschen wäre er daher eher fehl am Platze. Auch braucht er unbedingt einen eingezäunten Garten, denn Bandit ist sehr gerne draußen, liegt in der Sonne, beobachtet seine Umgebung oder tollt einfach fröhlich herum. Auch bei Ballspielen macht er sofort begeistert mit und freut sich, zusammen mit seinen Menschen ausgelassen herumzutoben.

Neben dem Kleinen Hundeeinmaleins muss Bandit auch das Alleinbleiben noch lernen. Aus lauter Langeweile kann es nämlich schon mal vorkommen, dass er sich irgendetwas sucht und es kaputt beißt – eigentlich normal bei einem jungen Hund, vor allem wenn er nicht so richtig ausgelastet ist. In dieser Beziehung muss also auch noch mit Bandit trainiert werden, indem er erst einmal kurze Abstände allein aushalten muss, die dann immer weiter gesteigert werden. Für einen ganztags Berufstätigen ist er also nicht geeignet, wenn nicht sonst noch jemand im Haus ist. Übrigens: Bitte unbedingt alle Türen absperren, wenn man das Haus verlässt! Für unseren Schlaumeier ist das Türen-Öffnen nämlich die leichteste Übung.

Mit anderen Hunden versteht sich Bandit zwar in der Regel gut, ist aber bei den anderen meist nicht so beliebt, weil er recht stürmisch und grobmotorisch spielt. Katzen mag er leider nicht.

Belohnt werden Bandits zukünftige Besitzer mit seiner ganzen Anhänglichkeit und seinem sonnigen Gemüt, das immer für gute Laune sorgt. Bandit würde mit seinen Menschen durch dick und dünn gehen und sie heiß und innig lieben. Wer möchte für Bandit dasselbe tun?

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Stella

„Stella“, weiblich, Harzer Fuchsmix, geb. 26.12.18, 48 cm

Besondere Hündin sucht besondere Familie

Wenn man rein nach dem Äußeren geht, ist Stella eine echte Bilderbuch-Hündin und lässt sicher das Herz vieler Hundebesitzer in spe höher schlagen. Sie hat eine angenehme Größe, liegt mit ihrer blonden Fellfarbe voll im Trend und ist mit ihren lustig funkelnden Augen und den süßen Fransen an den Ohren einfach bildhübsch. Da gibt es gar keinen Zweifel.

Wenn Sie gerade auf Hundesuche sind, Stella genau in Ihr Beuteschema passt und Sie schon zum Hörer greifen wollen, um sich als Interessent zu bewerben, dann nehmen Sie sich doch vorher bitte die Zeit, sich diesen Text etwas genauer durchzulesen und sich vor allem gründlich mit Stellas Rasse zu befassen.

Denn Stella ist kein Hund für jedermann, auch wenn sie äußerlich den Eindruck erweckt, Everybody´s Darling zu sein. Dies liegt zum einen an ihrer Rasse. Der Harzer Fuchs, von dem die süße Maus einen Großteil ihrer Gene geerbt hat, ist eine noch sehr ursprüngliche Hütehunderasse, die seit Jahrhunderten für die Arbeit an Herden gezüchtet und eingesetzt wird. Es handelt sich hierbei um wahre Arbeitstiere, die nur glücklich werden können, wenn sie eine Aufgabe haben – für Couch-Potatoes oder Bewegungsmuffel gänzlich ungeeignet. Da die wenigsten Familien heutzutage mit einer Schafherde aufwarten können, muss man also versuchen, Stellas Energie durch Hundesport in andere Bahnen zu lenken. Wichtig ist, dass Stella ihr Temperament sowohl körperlich (durch Rennen, Wandern, Spielen), aber auch geistig abarbeiten kann. Reines Spazierengehen ist nicht genug! Harzer Füchse sind anspruchsvolle Hunde, die von ihrem Menschen nicht nur körperliche Auslastung, sondern auch geistige Aufgaben erwarten. Für Stella ist es einfach nicht ausreichend, während der täglichen Gassirunde einfach nur die „Hunde-Zeitung“ zu lesen, sondern sie möchte sich Herausforderungen stellen, sie möchte mitdenken müssen, möchte Kommandos erlernen und ausführen. Dies gehört einfach zu ihrem Wesen und wenn dies zu lang ignoriert wird, wird sie ihre Energien in andere Bahnen lenken und Verhaltensweisen entwickeln, die für uns Menschen nicht wünschenswert sind.

Da Stella selbst ein eher unsicherer Hund ist, benötigt sie außerdem konsequente Führung durch einen ruhigen und souveränen Menschen, an dem sie sich orientieren und sicher fühlen kann.
Wer sich also für Stella interessiert, muss vorher genau überlegen, ob er diesen Ansprüchen gerecht werden kann – und zwar über viele Jahre hinweg.

Eng damit verbunden ist, dass Harzer Füchse eine sehr enge Bindung mit ihrem Menschen eingehen und bei Fremden eher misstrauisch und zurückhaltend reagieren. Auch bei Stella konnten wir dieses Verhalten beobachten. Nach ihrer Ankunft im Tierheim hat es Wochen gedauert, bis wir ihr Vertrauen soweit erlangt hatten, dass sie sich von uns anfassen ließ. Mit einigen wenigen Bezugspersonen ist sie inzwischen ein Herz und eine Seele, himmelt sie geradezu an und freut sich ein Loch in den Bauch, wenn sie mit ihnen zusammen sein kann, aber mit Fremden will Stella nach wie vor eher wenig zu tun haben. Wer sich für sie interessiert, muss also einen etwas längeren Atem mitbringen, denn er muss erst etliche Male mit ihrer gewohnten Gassigeherin einfach nur mitlaufen, so dass sich Stella langsam an das neue Gesicht gewöhnen kann. Wir können sie nicht von einer Minute auf die andere einer fremden Person in die Hand drücken.

Für Stella kommen daher nur hundeerfahrene Menschen in Frage, die Geduld mitbringen und nicht erwarten, dass alles gleich von Anfang an perfekt klappt. Für Kinder ist sie absolut ungeeignet.

Ob Stella auch als Zweithund leben könnte, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Beim Spazierengehen bellt sie andere Hunde oft an, jedoch nur aus Unsicherheit heraus. Läuft man etwas nebeneinander her, taut sie schnell auf und möchte dann sogar spielen.

Im Haus ist Stella absolut brav. Obwohl sie draußen viel Temperament an den Tag legt, ist sie im Haus sehr ruhig. Man merkt sie kaum. Sie ist stubenrein, absolut sauber, macht nichts kaputt und kann auch ein paar Stunden allein bleiben, ohne etwas anzustellen. Auch Autofahren ist kein Problem. Ideal für Stella wäre ein Haus mit eingezäuntem Garten in ländlicher Umgebung. Im Stadtverkehr oder einer Etagenwohnung würde sie sich nicht wohl fühlen. Sie ist einfach ein „Land-Ei“.

Auch wenn Stella auf den ersten Blick aussieht wie ein Engelchen – sie hat es durchaus faustdick hinter den Ohren. Sie hat nicht nur ihren eigenen Kopf, ist misstrauisch bei Fremden und braucht einige Zeit, um jemandem wirklich zu vertrauen, sie stellt an ihren zukünftigen Besitzer auch Ansprüche bezüglich Bewegung, Training und Auslastung. Passen Mensch und Hund jedoch zusammen, bilden sie ein tolles Team und man kann mit Stella durch dick und dünn gehen.

Wenn Sie nach reiflicher Überlegung denken, dass Stella zu Ihnen passen könnte, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich bei uns melden, so dass wir einen ersten Kennenlern-Termin vereinbaren können.

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Greta

Greta“, weiblich, Dt. Dogge, geb. 05.07.14, 80 cm

Imposante Erscheinung, aber sensible Seele – XXL-Schmusehund „Greta“ sucht Doggenkenner und –liebhaber

Da kann dem Otto-Normal-Hundebesitzer schon mal die Kinnlade herunterfallen, wenn er vor Gretas Zwinger im Tierheim Kronach steht. Mit ihrer Größe und der dunklen Grautiger-Färbung ist sie wirklich eine mehr als eindrucksvolle Erscheinung. Dagegen sind Schäferhunde lächerliche Zwerge.

Auch wir Tierpfleger hatten anfangs gehörigen Respekt, zumal Greta nach ihrer Ankunft noch rein gar nichts von ihren Schmuse-Qualitäten offenbarte. Im Gegenteil! Nachdem ihr Herrchen gestorben war, von heute auf morgen ihr ganzes Leben quasi in Scherben lag und sie sich hinter Tierheim-Gittern wiederfand, war Greta erst einmal so verstört, dass sie nichts mit uns zu tun haben wollte. Vermutlich machte sie uns für ihre ganze Misere verantwortlich und so war sie weit davon entfernt, freundschaftliche Bande mit uns zu knüpfen. Ihr Missfallen zeigte sie täglich aufs Neue durch ausgiebiges Bellen und Knurren und wir waren wirklich froh über das stabile Gitter, das uns von ihr trennte. Sie können sich bestimmt vorstellen, dass es nicht gerade angenehm ist, wenn eine ausgewachsene Dogge auf einen losgeht…

Aber wir hatten ja Zeit. Zeit für gute Worte, Zeit für Leckerlis und Zeit, um Greta einfach nur beobachten zu lassen und sie nicht zu bedrängen. Und siehe da: So langsam revidierte sie ihre Meinung von uns. Jemand, der einem täglich einen gefüllten Napf besten Futters sowie ein riesiges Kuschelbett vor die Nase stellt, der immer ein paar aufmunternde und freundliche Worte übrig hat und den die anderen Hunde offensichtlich toll finden, konnte in ihren Augen wohl dann doch nicht ganz so schlecht sein. Und als wir sie nach den ersten Wochen immer noch nicht massakriert hatten, wie sie es anfangs wohl befürchtet hatte, fasste Greta den Entschluss, uns doch eine Chance zu geben.

Von da an ging es immer weiter aufwärts und wenn man Greta jetzt anschaut, kann man nicht glauben, dass es sich um denselben Hund handelt. Aus der anfänglichen „Bestie“ ist ein super schmusiger und anhänglicher XXL-Schoßhund geworden, der am liebsten den ganzen Tag gestreichelt und geknuddelt werden möchte. Nur zu gern wirft sie sich dazu auch auf den Rücken und lässt sich das Bauchi kraulen. Oder sie schmiegt sich mit solcher Vehemenz an unsere Beine, dass man leicht das Gleichgewicht verliert. Witzig ist auch, wenn Greta voller Freude auf uns zu rennt, Spielstellung macht und ihre langen Beine mit den Riesenpfoten um uns herumwirbeln.

Sie sehen schon: Greta ist wirklich ein Schatz geworden, den wir ganz besonders ins Herz geschlossen haben und der uns ganz besonders viel bedeutet. Und gerade deshalb werden wir auch ganz besonders gut darauf achten, die richtigen Personen für Greta zu finden. Denn diese bildschöne Hündin ist nicht für jedermann geeignet! Hundeerfahrung – am liebsten natürlich mit Doggen -, das richtige Händchen für diese großen, aber sensiblen Wesen und ein Haushalt ohne Kinder sind zum Beispiel wichtige Voraussetzungen.

Da Greta selbst eher unsicher ist, dann aber zur Selbstverteidigung dazu neigt, nach vorne zu gehen, braucht sie Menschen, die die absolute Führung übernehmen und ihr das Gefühl geben, bei ihnen gut aufgehoben zu sein. Somit ist sie nicht selbst gezwungen, alles zu regeln und sie wird sich dankbar und erleichtert unterordnen. Sicher wird es auch nicht schaden, ihr noch das eine oder andere Kommando beizubringen. Zwar ist sie für Doggen schon in etwas fortgeschrittenem Alter, doch man ist nie zu alt zum Lernen und Spaß macht ihr das allemal – vor allem, wenn sie hinterher mit vielen Streicheleinheiten und Leckerlis belohnt wird. Diese nimmt sie übrigens trotz ihres gewaltigen Mauls ganz sanft aus der Hand.

Vor allem beim Spazierengehen ist noch etwas Training nötig, denn Greta kann leider durchaus auch mal an der Leine ziehen, wenn sie irgendwo unbedingt hin will. Bei einem Hund dieser Größenklasse ist das dann kein Zuckerschlecken mehr… Ihr neuer Besitzer muss ihr daher auch schon kräftemäßig gewachsen sein.

Leider kommt Greta nicht mit allen anderen Hunden aus. Mit Rüden klappt es zwar oft, aber man kann sich nie darauf verlassen und muss stets vorsichtig sein. Aus Sicherheitsgründen ist es Greta daher bereits von ihrem Vorbesitzer her gewöhnt, mit Maulkorb spazieren zu gehen. Sie akzeptiert diesen auch problemlos und lässt ihn sich ohne weiteres überziehen. Wir haben aber dennoch die Hoffnung, dass sie dieses Hilfsmittel mit etwas Training mit der Zeit nicht mehr braucht.

Zuhause ist Greta ruhig und brav. Sie ist stubenrein und hat noch nie etwas kaputt gemacht. Wir denken, dass Alleinbleiben kein Problem sein sollte. Ihr Revier wird sie aber ganz sicher rigoros bewachen. Bei Fremden, die zu Besuch kommen, muss man daher gut aufpassen. Mit Kindern kommt sie, wie schon erwähnt, leider nicht zurecht.

Aufgrund ihrer Größe braucht Greta auf jeden Fall ein Haus mit eingezäuntem Garten. In einer Etagenwohnung in der Stadt ist so ein Hund nicht gut aufgehoben. Da sich große Hunde ohnehin spätestens im Alter beim Treppensteigen schwer tun, sollte sie auch nicht allzu viele Stufen täglich bewältigen müssen.

Wer sich für Greta interessiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er sie nicht beim ersten Besuch im Tierheim sofort mitnehmen kann. Bei ihr ist es unbedingt nötig, dass Interessenten erst ein paar Mal mit ihrem gewohnten Gassigeher mitlaufen, damit sie sich langsam an das neue Gesicht gewöhnen kann.

Wir würden uns so sehr freuen, wenn sich für Greta echte Doggen-Kenner melden, die diese sensible Seele verstehen und ihr ein glückliches Leben ermöglichen. Ein paar Sabberfäden, die sie ganz nach Doggenart gerne an Kleidung oder Wänden verteilt, sind im Gesamtpaket übrigens inbegriffen. 🙂

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail: tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

Schulhundeausbildung

Kronach (bu) Alin Jünger-Geissler aus Kronach, Birgit Cronenberg aus Bayreuth, Daniela Schindler aus Thierstein, Doris Frank aus Fürth, Elke Höfner aus Johannisthal, Jana Wöhner aus Seßlach, Barbara Förtsch aus Marktrodach, Elke Rauscher aus Weidenberg, Benjamin Pfister aus Kronach und Christine Kern aus Helmbrechts: Sie alle haben die diesjährige Ausbildung zum zertifizierten Therapiebegleithundeteam bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing in Kronach erfolgreich bestanden. Benjamin Pfister und Christine Kern haben mit ihren Hunden Siva und Oscar erstmalig auch die Zusatzqualifikation „Schulbegleithund“ erworben.

„Die Schulbegleithundeausbildung haben wir seit diesem Jahr fest in die Therapiebegleithundeausbildung integriert“, so Manfred Burdich, Vorsitzender und Ausbildungsleiter der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. Ermöglicht wurde diese Zusatzausbildung durch eine Kooperation mit Prof. Dr. Silke Schworm von der Universität Regensburg. Sie hat das Projekt „Schulbegleithund“ fachlich verantwortet und wissenschaftlich begleitet. Silke Schworm engagiert sich – wie alle Dozentinnen und Mentorinnen – ehrenamtlich im Therapiehundezentrum der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement könnten wir den hohen Standard unserer Ausbildung nicht halten“, so Burdich. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist nach wie vor die einzige europäische Organisation, die sowohl von der European Society for Animal Assisted Therapy (ESAAT) und von der Animal Assisted Intervention International (AAII) akkreditiert bzw. zertifiziert ist.

Neben den beiden Schulhunden kommen die geprüften Teams unter anderem bei schwer erziehbaren Jugendlichen (sogenannten „Systemsprengern), in der Alten- und Krankenpflege, bei der psychologischen Betreuung onkologischer Patienten oder in der Mittagsbetreuung von Schulkindern zum Einsatz. Die Ausbildung selbst dauert ein halbes Jahr und schließt mit einer praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.

Die beiden Schulhunde werden fortan bester Freund und Lernhelfer sein. Die Hunde „Siva“ und „Oscar“ sind aber nicht dazu da, die Schulkinder zu bespaßen, sondern um das Lernen zu erleichtern. Die Erfolge der Schulbegleithunde sind enorm: Hyperaktivität, Mobbing, Sprachstörungen, Langeweile, Ängste – vieles, was dem Lernen im Weg steht, verbessert sich durch den Einsatz eines Schulhundes. Der Hund im Klassenzimmer verändert die Atmosphäre und beruhigt die Kinder.

„Wir sind ein bisschen Stolz, dass wie die Ausbildung heuer trotz Corona anbieten konnten“, so Burdich weiter. Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept habe jede Infektion mit COVID-SARS-19 verhindert. Die theoretische Wissensvermittlung erfolgte zum Teil über die „k9-akademie“, eine Lernplattform, die von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg entwickelt wurde.

Foto: Hund „Anton“ bei den ersten Trockenübungen.

Milo

Rund vier Wochen war der Hund „Milo“ vermisst, nachdem der aus dem Tierschutz stammende Hund entlaufen war. Heute konnte er durch das Netzwerk Hundesuche der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing mittels Lebendfalle gesichert werden. Ein herzliches Dankeschön an die „Netzwerker“ für den unermüdlichen Einsatz.


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