Stella

„Stella“, weiblich, Harzer Fuchsmix, geb. 26.12.18, 48 cm

Besondere Hündin sucht besondere Familie

Wenn man rein nach dem Äußeren geht, ist Stella eine echte Bilderbuch-Hündin und lässt sicher das Herz vieler Hundebesitzer in spe höher schlagen. Sie hat eine angenehme Größe, liegt mit ihrer blonden Fellfarbe voll im Trend und ist mit ihren lustig funkelnden Augen und den süßen Fransen an den Ohren einfach bildhübsch. Da gibt es gar keinen Zweifel.

Wenn Sie gerade auf Hundesuche sind, Stella genau in Ihr Beuteschema passt und Sie schon zum Hörer greifen wollen, um sich als Interessent zu bewerben, dann nehmen Sie sich doch vorher bitte die Zeit, sich diesen Text etwas genauer durchzulesen und sich vor allem gründlich mit Stellas Rasse zu befassen.

Denn Stella ist kein Hund für jedermann, auch wenn sie äußerlich den Eindruck erweckt, Everybody´s Darling zu sein. Dies liegt zum einen an ihrer Rasse. Der Harzer Fuchs, von dem die süße Maus einen Großteil ihrer Gene geerbt hat, ist eine noch sehr ursprüngliche Hütehunderasse, die seit Jahrhunderten für die Arbeit an Herden gezüchtet und eingesetzt wird. Es handelt sich hierbei um wahre Arbeitstiere, die nur glücklich werden können, wenn sie eine Aufgabe haben – für Couch-Potatoes oder Bewegungsmuffel gänzlich ungeeignet. Da die wenigsten Familien heutzutage mit einer Schafherde aufwarten können, muss man also versuchen, Stellas Energie durch Hundesport in andere Bahnen zu lenken. Wichtig ist, dass Stella ihr Temperament sowohl körperlich (durch Rennen, Wandern, Spielen), aber auch geistig abarbeiten kann. Reines Spazierengehen ist nicht genug! Harzer Füchse sind anspruchsvolle Hunde, die von ihrem Menschen nicht nur körperliche Auslastung, sondern auch geistige Aufgaben erwarten. Für Stella ist es einfach nicht ausreichend, während der täglichen Gassirunde einfach nur die „Hunde-Zeitung“ zu lesen, sondern sie möchte sich Herausforderungen stellen, sie möchte mitdenken müssen, möchte Kommandos erlernen und ausführen. Dies gehört einfach zu ihrem Wesen und wenn dies zu lang ignoriert wird, wird sie ihre Energien in andere Bahnen lenken und Verhaltensweisen entwickeln, die für uns Menschen nicht wünschenswert sind.

Da Stella selbst ein eher unsicherer Hund ist, benötigt sie außerdem konsequente Führung durch einen ruhigen und souveränen Menschen, an dem sie sich orientieren und sicher fühlen kann.
Wer sich also für Stella interessiert, muss vorher genau überlegen, ob er diesen Ansprüchen gerecht werden kann – und zwar über viele Jahre hinweg.

Eng damit verbunden ist, dass Harzer Füchse eine sehr enge Bindung mit ihrem Menschen eingehen und bei Fremden eher misstrauisch und zurückhaltend reagieren. Auch bei Stella konnten wir dieses Verhalten beobachten. Nach ihrer Ankunft im Tierheim hat es Wochen gedauert, bis wir ihr Vertrauen soweit erlangt hatten, dass sie sich von uns anfassen ließ. Mit einigen wenigen Bezugspersonen ist sie inzwischen ein Herz und eine Seele, himmelt sie geradezu an und freut sich ein Loch in den Bauch, wenn sie mit ihnen zusammen sein kann, aber mit Fremden will Stella nach wie vor eher wenig zu tun haben. Wer sich für sie interessiert, muss also einen etwas längeren Atem mitbringen, denn er muss erst etliche Male mit ihrer gewohnten Gassigeherin einfach nur mitlaufen, so dass sich Stella langsam an das neue Gesicht gewöhnen kann. Wir können sie nicht von einer Minute auf die andere einer fremden Person in die Hand drücken.

Für Stella kommen daher nur hundeerfahrene Menschen in Frage, die Geduld mitbringen und nicht erwarten, dass alles gleich von Anfang an perfekt klappt. Für Kinder ist sie absolut ungeeignet.

Ob Stella auch als Zweithund leben könnte, lässt sich im Moment noch nicht sagen. Beim Spazierengehen bellt sie andere Hunde oft an, jedoch nur aus Unsicherheit heraus. Läuft man etwas nebeneinander her, taut sie schnell auf und möchte dann sogar spielen.

Im Haus ist Stella absolut brav. Obwohl sie draußen viel Temperament an den Tag legt, ist sie im Haus sehr ruhig. Man merkt sie kaum. Sie ist stubenrein, absolut sauber, macht nichts kaputt und kann auch ein paar Stunden allein bleiben, ohne etwas anzustellen. Auch Autofahren ist kein Problem. Ideal für Stella wäre ein Haus mit eingezäuntem Garten in ländlicher Umgebung. Im Stadtverkehr oder einer Etagenwohnung würde sie sich nicht wohl fühlen. Sie ist einfach ein „Land-Ei“.

Auch wenn Stella auf den ersten Blick aussieht wie ein Engelchen – sie hat es durchaus faustdick hinter den Ohren. Sie hat nicht nur ihren eigenen Kopf, ist misstrauisch bei Fremden und braucht einige Zeit, um jemandem wirklich zu vertrauen, sie stellt an ihren zukünftigen Besitzer auch Ansprüche bezüglich Bewegung, Training und Auslastung. Passen Mensch und Hund jedoch zusammen, bilden sie ein tolles Team und man kann mit Stella durch dick und dünn gehen.

Wenn Sie nach reiflicher Überlegung denken, dass Stella zu Ihnen passen könnte, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich bei uns melden, so dass wir einen ersten Kennenlern-Termin vereinbaren können.

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail: tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

Greta

Greta“, weiblich, Dt. Dogge, geb. 05.07.14, 80 cm

Imposante Erscheinung, aber sensible Seele – XXL-Schmusehund „Greta“ sucht Doggenkenner und –liebhaber

Da kann dem Otto-Normal-Hundebesitzer schon mal die Kinnlade herunterfallen, wenn er vor Gretas Zwinger im Tierheim Kronach steht. Mit ihrer Größe und der dunklen Grautiger-Färbung ist sie wirklich eine mehr als eindrucksvolle Erscheinung. Dagegen sind Schäferhunde lächerliche Zwerge.

Auch wir Tierpfleger hatten anfangs gehörigen Respekt, zumal Greta nach ihrer Ankunft noch rein gar nichts von ihren Schmuse-Qualitäten offenbarte. Im Gegenteil! Nachdem ihr Herrchen gestorben war, von heute auf morgen ihr ganzes Leben quasi in Scherben lag und sie sich hinter Tierheim-Gittern wiederfand, war Greta erst einmal so verstört, dass sie nichts mit uns zu tun haben wollte. Vermutlich machte sie uns für ihre ganze Misere verantwortlich und so war sie weit davon entfernt, freundschaftliche Bande mit uns zu knüpfen. Ihr Missfallen zeigte sie täglich aufs Neue durch ausgiebiges Bellen und Knurren und wir waren wirklich froh über das stabile Gitter, das uns von ihr trennte. Sie können sich bestimmt vorstellen, dass es nicht gerade angenehm ist, wenn eine ausgewachsene Dogge auf einen losgeht…

Aber wir hatten ja Zeit. Zeit für gute Worte, Zeit für Leckerlis und Zeit, um Greta einfach nur beobachten zu lassen und sie nicht zu bedrängen. Und siehe da: So langsam revidierte sie ihre Meinung von uns. Jemand, der einem täglich einen gefüllten Napf besten Futters sowie ein riesiges Kuschelbett vor die Nase stellt, der immer ein paar aufmunternde und freundliche Worte übrig hat und den die anderen Hunde offensichtlich toll finden, konnte in ihren Augen wohl dann doch nicht ganz so schlecht sein. Und als wir sie nach den ersten Wochen immer noch nicht massakriert hatten, wie sie es anfangs wohl befürchtet hatte, fasste Greta den Entschluss, uns doch eine Chance zu geben.

Von da an ging es immer weiter aufwärts und wenn man Greta jetzt anschaut, kann man nicht glauben, dass es sich um denselben Hund handelt. Aus der anfänglichen „Bestie“ ist ein super schmusiger und anhänglicher XXL-Schoßhund geworden, der am liebsten den ganzen Tag gestreichelt und geknuddelt werden möchte. Nur zu gern wirft sie sich dazu auch auf den Rücken und lässt sich das Bauchi kraulen. Oder sie schmiegt sich mit solcher Vehemenz an unsere Beine, dass man leicht das Gleichgewicht verliert. Witzig ist auch, wenn Greta voller Freude auf uns zu rennt, Spielstellung macht und ihre langen Beine mit den Riesenpfoten um uns herumwirbeln.

Sie sehen schon: Greta ist wirklich ein Schatz geworden, den wir ganz besonders ins Herz geschlossen haben und der uns ganz besonders viel bedeutet. Und gerade deshalb werden wir auch ganz besonders gut darauf achten, die richtigen Personen für Greta zu finden. Denn diese bildschöne Hündin ist nicht für jedermann geeignet! Hundeerfahrung – am liebsten natürlich mit Doggen -, das richtige Händchen für diese großen, aber sensiblen Wesen und ein Haushalt ohne Kinder sind zum Beispiel wichtige Voraussetzungen.

Da Greta selbst eher unsicher ist, dann aber zur Selbstverteidigung dazu neigt, nach vorne zu gehen, braucht sie Menschen, die die absolute Führung übernehmen und ihr das Gefühl geben, bei ihnen gut aufgehoben zu sein. Somit ist sie nicht selbst gezwungen, alles zu regeln und sie wird sich dankbar und erleichtert unterordnen. Sicher wird es auch nicht schaden, ihr noch das eine oder andere Kommando beizubringen. Zwar ist sie für Doggen schon in etwas fortgeschrittenem Alter, doch man ist nie zu alt zum Lernen und Spaß macht ihr das allemal – vor allem, wenn sie hinterher mit vielen Streicheleinheiten und Leckerlis belohnt wird. Diese nimmt sie übrigens trotz ihres gewaltigen Mauls ganz sanft aus der Hand.

Vor allem beim Spazierengehen ist noch etwas Training nötig, denn Greta kann leider durchaus auch mal an der Leine ziehen, wenn sie irgendwo unbedingt hin will. Bei einem Hund dieser Größenklasse ist das dann kein Zuckerschlecken mehr… Ihr neuer Besitzer muss ihr daher auch schon kräftemäßig gewachsen sein.

Leider kommt Greta nicht mit allen anderen Hunden aus. Mit Rüden klappt es zwar oft, aber man kann sich nie darauf verlassen und muss stets vorsichtig sein. Aus Sicherheitsgründen ist es Greta daher bereits von ihrem Vorbesitzer her gewöhnt, mit Maulkorb spazieren zu gehen. Sie akzeptiert diesen auch problemlos und lässt ihn sich ohne weiteres überziehen. Wir haben aber dennoch die Hoffnung, dass sie dieses Hilfsmittel mit etwas Training mit der Zeit nicht mehr braucht.

Zuhause ist Greta ruhig und brav. Sie ist stubenrein und hat noch nie etwas kaputt gemacht. Wir denken, dass Alleinbleiben kein Problem sein sollte. Ihr Revier wird sie aber ganz sicher rigoros bewachen. Bei Fremden, die zu Besuch kommen, muss man daher gut aufpassen. Mit Kindern kommt sie, wie schon erwähnt, leider nicht zurecht.

Aufgrund ihrer Größe braucht Greta auf jeden Fall ein Haus mit eingezäuntem Garten. In einer Etagenwohnung in der Stadt ist so ein Hund nicht gut aufgehoben. Da sich große Hunde ohnehin spätestens im Alter beim Treppensteigen schwer tun, sollte sie auch nicht allzu viele Stufen täglich bewältigen müssen.

Wer sich für Greta interessiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass er sie nicht beim ersten Besuch im Tierheim sofort mitnehmen kann. Bei ihr ist es unbedingt nötig, dass Interessenten erst ein paar Mal mit ihrem gewohnten Gassigeher mitlaufen, damit sie sich langsam an das neue Gesicht gewöhnen kann.

Wir würden uns so sehr freuen, wenn sich für Greta echte Doggen-Kenner melden, die diese sensible Seele verstehen und ihr ein glückliches Leben ermöglichen. Ein paar Sabberfäden, die sie ganz nach Doggenart gerne an Kleidung oder Wänden verteilt, sind im Gesamtpaket übrigens inbegriffen. 🙂

Kontakt:
Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
Tel.: 09261/20111
e-mail: tsvkc@gmx.de
www.tierheim-kronach.de

Schulhundeausbildung

Kronach (bu) Alin Jünger-Geissler aus Kronach, Birgit Cronenberg aus Bayreuth, Daniela Schindler aus Thierstein, Doris Frank aus Fürth, Elke Höfner aus Johannisthal, Jana Wöhner aus Seßlach, Barbara Förtsch aus Marktrodach, Elke Rauscher aus Weidenberg, Benjamin Pfister aus Kronach und Christine Kern aus Helmbrechts: Sie alle haben die diesjährige Ausbildung zum zertifizierten Therapiebegleithundeteam bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing in Kronach erfolgreich bestanden. Benjamin Pfister und Christine Kern haben mit ihren Hunden Siva und Oscar erstmalig auch die Zusatzqualifikation „Schulbegleithund“ erworben.

„Die Schulbegleithundeausbildung haben wir seit diesem Jahr fest in die Therapiebegleithundeausbildung integriert“, so Manfred Burdich, Vorsitzender und Ausbildungsleiter der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. Ermöglicht wurde diese Zusatzausbildung durch eine Kooperation mit Prof. Dr. Silke Schworm von der Universität Regensburg. Sie hat das Projekt „Schulbegleithund“ fachlich verantwortet und wissenschaftlich begleitet. Silke Schworm engagiert sich – wie alle Dozentinnen und Mentorinnen – ehrenamtlich im Therapiehundezentrum der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Ohne dieses ehrenamtliche Engagement könnten wir den hohen Standard unserer Ausbildung nicht halten“, so Burdich. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist nach wie vor die einzige europäische Organisation, die sowohl von der European Society for Animal Assisted Therapy (ESAAT) und von der Animal Assisted Intervention International (AAII) akkreditiert bzw. zertifiziert ist.

Neben den beiden Schulhunden kommen die geprüften Teams unter anderem bei schwer erziehbaren Jugendlichen (sogenannten „Systemsprengern), in der Alten- und Krankenpflege, bei der psychologischen Betreuung onkologischer Patienten oder in der Mittagsbetreuung von Schulkindern zum Einsatz. Die Ausbildung selbst dauert ein halbes Jahr und schließt mit einer praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfung ab.

Die beiden Schulhunde werden fortan bester Freund und Lernhelfer sein. Die Hunde „Siva“ und „Oscar“ sind aber nicht dazu da, die Schulkinder zu bespaßen, sondern um das Lernen zu erleichtern. Die Erfolge der Schulbegleithunde sind enorm: Hyperaktivität, Mobbing, Sprachstörungen, Langeweile, Ängste – vieles, was dem Lernen im Weg steht, verbessert sich durch den Einsatz eines Schulhundes. Der Hund im Klassenzimmer verändert die Atmosphäre und beruhigt die Kinder.

„Wir sind ein bisschen Stolz, dass wie die Ausbildung heuer trotz Corona anbieten konnten“, so Burdich weiter. Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept habe jede Infektion mit COVID-SARS-19 verhindert. Die theoretische Wissensvermittlung erfolgte zum Teil über die „k9-akademie“, eine Lernplattform, die von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg entwickelt wurde.

Foto: Hund „Anton“ bei den ersten Trockenübungen.

Milo

Rund vier Wochen war der Hund „Milo“ vermisst, nachdem der aus dem Tierschutz stammende Hund entlaufen war. Heute konnte er durch das Netzwerk Hundesuche der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing mittels Lebendfalle gesichert werden. Ein herzliches Dankeschön an die „Netzwerker“ für den unermüdlichen Einsatz.

AG Mantrailing ist zertifizierte Ausbildungsstätte für Assistenzhunde

Kronach (bu) Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum mit Sitz in Kronach ist seit wenigen Tagen jetzt auch eine zertifizierte Ausbildungsstätte für Assistenzhunde. Neben Personenspürhunden, Leichenspürhunden, Therapiebegleithundeteams und Teams für die tiergestützte Leseförderung rundet der Verein mit dieser Zertifizierung sein Leistungsportfolio im Bereich der Hundeausbildung für den sozialen Sektor ab.

Seit knapp zwei Jahren betreibt die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing bereits einen Ausbildungsstützpunkt des Deutschen Assistenzhundezentrums. Mit der Zertifizierung durch die International Association of Assistance Dog Partners (IAADP) hat die Qualität der Ausbildung in Kronach internationales Niveau erreicht. Ein Assistenzhund, auch Service-Dog genannt, ist ein Hund, der so ausgesucht und ausgebildet wird, dass er in der Lage ist, einen Menschen mit Behinderung zu unterstützen. Genaue Definitionen sind nicht einheitlich, jedoch muss jeder Hund in der Lage sein, mindestes drei spezifische Fertigkeiten für „seinen“ Menschen mit Behinderung zu erbringen. „Die häufigste und bekannteste Form von Assistenzhunden sind Blindenführhunde“, so Manfred Burdich von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Die meisten Hunde, die wir ausbilden sind jedoch Hunde für Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung – zum Beispiel bei Opfern von sexuellem Missbrauch oder sonstigen Gewalterfahrungen.“ Die Ausbildung eines Assistenzhundes bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing erfolgt immer zusammen mit dem Klienten, denn nur so können Mensch und Tier zu einem echten Team zusammenwachsen. Und als Verein wird die Ausbildung ehrenamtlich durchgeführt. Wäre dies nicht der Fall, könnte sich kaum jemand einen Assistenzhund leisten.

Foto: Die Ausbildung eines Assistenzhundes ist vielfältig und immer auf die Bedürfnisse des jeweiligen Klienten abgestimmt – ohne die Bedürfnisse des Hundes außer Acht zu lassen. Eine Ausbildung, die sowohl das Wohl des Hundes als auch des Menschen im Blick hat ist eine der Voraussetzungen zur Zertifizierung durch die International Association of Assistance Dog Partners (IAADP).

Futterspende für Tierheim und Humanitäre Hilfe

Kronach (bu) Rund zwei Tonnen Hunde- und Katzenfutter gingen in den letzten Tagen als Spende an das Tierheim in Kronach und an die Humanitäre Hilfe für Menschen in Not.
Die Futterspende kam von der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum. Für den Verein mit Sitz in Kronach ist die Hilfe und Unterstützung für notleitende Menschen und Tiere selbstverständlich. Dem Verein ist es ein echtes Anliegen, auch andere Organisationen zu unterstützen, sofern es die Mittel und Möglichkeiten des Vereins zulassen, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing, Manfred Burdich. „In unserer täglichen Arbeit als Ausbilder von Rettungshunde- und Therapiebegleithundeteams oder als Ausbilder für Assistenzhunde für Menschen mit Behinderung haben wir es tagtäglich mit den verschiedensten Menschen und Tieren zu tun. Und leider stehen nicht alle davon auf der Sonnenseite des Lebens“, so Burdich. „Mit dieser Futterspende wollen wir einen kleinen Beitrag leisten, dass es Mensch und Hund in Notzeiten ein bisschen besser haben“.
Das Foto zeigt ehrenamtliche Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing und des Tierschutzvereins Kronach und Umgebung beim Verladen der Futterspende.

Karina Kalks zu Gast in Kronach

Förtschendorf/Wien (bu) „Hundenase, Geruch und mehr…“, unter diesem Motto hat die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum mit Sitz in Kronach zum diesjährigen Deutsch-Österreichischen Mantrailing-Camp in den Landkreis Kronach eingeladen. Bereits zum fünften Mal organisierte die Rettungshundestaffel dieses Treffen, welches mal in Deutschland und mal in Österreich stattfindet. Zu Gast in diesem Jahr war unter anderem Karina Kalks und Katja Tettauer von der Mantrail Academy Austria (maa) aus Wien.

„Glück ist das einzige, das sich vermehrt, wenn man es teilt“, so Manfred Burdich, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing. „Mit Wissen“, so Burdich, „verhält es sich genauso. Auch Wissen wird mehr, wenn man es teilt“. Und das sei der Grund, warum die Personenspürhundeführer aus Kronach immer wieder solche Erfahrungsaustausche suchen und organisieren.

Sowohl die Mantrail Academy Austria unter Führung von Karina Kalks als auch die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing sind Pioniere in der Ausbildung und im Einsatz von Personenspürhunden. Der Blick über den Tellerrand ist beiden Organisationen wichtig. Denn Qualität in der Ausbildung rettet Leben. Darüber hinaus schützen solche Treffen vor „Betriebsblindheit“, sind sich Kalks und Burdich sicher.

Ursprünglich sollte dieses Treffen bereits im Frühjahr stattfinden. Allerdings durchkreuzte die Corona-Krise die Pläne der Organisatoren. Die Reisebegrenzungen gestatteten schlicht keinen länderübergreifenden Austausch. Und auch die Kontaktverbote machten die ursprüngliche Planungen zu nichte. „Umso mehr freuen wir, dass wir das Camp jetzt – unter Beachtung aller Abstands- und Hygieneregeln durchführen konnten“, so Burdich.

Im Zentrum des Ausstauschs stand das Teilen empirischen Wissens bei der Suche nach vermissten Menschen. Burdich abschließend: „Wir schätzen das Wissen von Karina Kalks enorm, denn sie analysiert jedes Geschehen um das Thema „Vermisstensuche“ mit nahezu wissenschaftlicher Akribie.“ Eine Arbeitsweise, die auch die Grundlage bei der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing darstellt.

Das nächste Treffen ist übrigens bereits in Planung. Es soll 2021 wieder im Landkreis Kronach stattfinden.

Offenheit und Transparenz

Arbeitsgemeinschaft Mantrailing steht für Offenheit und Transparenz

Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing – Rettungshundestaffel & Therapiehundezentrum steht für Offenheit und Transparenz. Hierfür ist der Verein von der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ ausgezeichnet worden. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist bislang die erste und einzige Organisation aus dem Landkreis Kronach, die die Ziele der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) umsetzt und verfolgt. Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist berechtigt, das Logo der ITZ zu führen.
In Deutschland gibt es keine einheitlichen Veröffentlichungspflichten für zivilgesellschaftliche Organisationen. Dabei hilft Transparenz, die eigene Arbeit für die Öffentlichkeit sowie Spenderinnen und Spender nachvollziehbar zu machen und so Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu stärken. Auf Initiative von Transparency International Deutschland e.V. haben im Jahr 2010 zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zehn grundlegende Punkte definiert, die jede zivilgesellschaftliche Organisation der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte. Dazu zählen unter anderem die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur. „Für die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ist es selbstverständlich, dass wir unsere Strukturen offen legen“, so der Vorsitzende Manfred Burdich. Burdich weiter: „Jedes Mitglied hatte schon immer das Recht, Einsicht in alle finanziellen und strategischen Vorgänge zu nehmen. Diese Philosophie der Offenheit weiten wir jetzt konsequent für jedermann aus.“
Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft fördert ein Plus an Informationen, welches die Organisationen, die sich der ITZ angeschlossen haben, freiwillig anbieten und das über die gesetzlichen Veröffentlichungspflichten für zivilgesellschaftliche Organisationen in Deutschland hinausgeht. Hierfür liefert die ITZ einen Rahmen für grundlegende Transparenz in gemeinnützigen Organisationen. Es wird damit ein Angebot geschaffen, sich mit dem Thema Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit zu befassen und trägt dazu bei, die Kultur der Transparenz im gemeinnützigen Sektor zu stärken.
Organisationen, welche die Anforderungen der ITZ umgesetzt haben, dürfen das ITZ- Logo führen und können somit einfach nach außen dokumentieren, dass sie sich mit dem Thema befasst haben und die Veröffentlichung der festgelegten Informationen vollständig vorgenommen haben und diese auch in Zukunft stets aktuell halten wollen.

Schluß mit der Verlustangst


Verlaufen, verletzt, gestohlen oder einfach nur zu freiheitsliebend – es gibt viele Wege, auf denen ein Tier verloren gehen kann

Aber es gibt nur einen wirklich sicheren es wiederzufinden – die elektronische Tierkennzeichnung und Registrierung.

Für Tierhalter ist es ein Drama, wenn der Hund sich selbstständig macht oder die Katze am Morgen nicht nach Hause kommt. In Deutschland entlaufen jährlich rund 300.000 Hunde und Katzen, wie viele davon wieder aufgefunden werden, ist nicht genau bekannt. Dabei ist es relativ einfach, die Tiere so zu markieren, dass sie im Falle eines Falles zurückgebracht werden können. Die sicherste und sanfteste Methode, Hund oder Katze entsprechend zu kennzeichnen, ist die elektronische Kennzeichnung mittels Transponder. Dabei handelt es sich um einen sehr kleinen Chip, der nahezu schmerzfrei und in der Regel ohne Betäubung vom Tierarzt injiziert werden kann. Auf dem Mikrochip ist eine weltweit einmalige Nummer gespeichert, Verwechselungen sind somit ausgeschlossen. Die Nummer lässt sich, etwa in einem Tierheim, in das herrenlose Hunde und Katzen meist gebracht werden, aber auch in der tierärztlichen Praxis, mit einem speziellen Gerät auslesen.

Doch die Nummer allein hilft bei einem Tierfund nicht weiter. Daten über Besitzer oder Adresse sind auf dem Transponder nicht hinterlegt. Deshalb ist es zwingend erforderlich, ein gechipptes Tier beziehungsweise dessen Nummer bei einem der Heimtierregister zu melden und, etwa bei einem Umzug, zu aktualisieren. Das größte private Register führt TASSO e.V., gefolgt von Findefix, dem Register des Deutschen Tierschutzbundes e.V. Beide sind kostenlos für den Halter. Ein weiteres, ebenfalls privat betriebenes internationales Register, IFTA, ist kostenpflichtig. Durch die Anmeldung des Tieres in einem Haustierregister sind beispielsweise Tierheime, Tierarztpraxen und Polizeidienststellen, aber auch Privatpersonen in der Lage, Fundtiere jederzeit schnell an den Besitzer zurückvermitteln zu lassen.

Die Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen ist in Deutschland freiwillig, von einigen Ausnahmen abgesehen. Bei Reisen innerhalb Europas ist die elektronische Tierkennzeichnung mit der Eintragung in den EU-Heimtierausweis bereits seit 2014 verpflichtend. Auch für die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen und Ausstellungen ist dies vorgeschrieben. Unabhängig von gesetzlichen Vorgaben, ist die Kennzeichnung und Registrierung aber in jedem Fall die richtige Maßnahme. Die Erfahrungen der wichtigen Tierregister zeigen, dass ein sehr hoher Prozentsatz verloren gegangener Hunde und Katze wieder nach Hause vermittelt werden kann. Aus einem kurzzeitigen Verlust muss also kein langandauerndes Trauma werden.