Strolch

„Strolch“, männlich, Schnauzermix, geb. 06.12.20, 58 cm

Wer kann unserem Strolch die Welt erklären?

Strolch trägt seinen Namen völlig zu Recht, denn wie alle jungen Hunde ist er ein lustiger und fröhlicher Kobold, der immer zu Unsinn aufgelegt ist, viel Power hat und natürlich auch noch viel lernen muss. Gerade jetzt wäre es ganz dringend an der Zeit, dass er Menschen für sich hätte, die ihn „an der Pfote“ nehmen, ihm alles zeigen, ihm Grenzen setzen, das Kleine Hundeeinmaleins beibringen und ihm einen sicheren Heimathafen anbieten, in dem er sich aufgehoben und geborgen fühlen kann.

Trotz seiner augenscheinlichen großen Klappe ist Strolch nämlich im Grunde ein sehr unsicherer Hund, dem viele Situationen oder auch Erwartungshaltungen seiner Zweibeiner oftmals unheimlich sind. Er ist dann oft überfordert, weiß nicht, wie er reagieren soll und versucht, seine Unsicherheit mit Bellen oder manchmal sogar durch Knurren zu überspielen. Dadurch dass er sich möglichst gefährlich erscheinen lässt, hofft er, sein Gegenüber dahingehend zu beeindrucken, dass er in Ruhe gelassen wird – die klassische Politik der Abschreckung. Leider zeigt sein Verhalten natürlich auch Wirkung und mit jeder positiven Bestärkung vertieft sich Strolchs Verhalten. Auf gut deutsch: Er hat gelernt, dass Bellen und Knurren dazu führt, sich selbst zu schützen. Dass es gar nichts zu schützen gibt, weil niemand Strolch etwas Böses will, weiß er ja nicht. Er geht halt sicherheitshalber immer vom Schlimmsten aus.

Unser Strubbeljunge bräuchte nun daher erfahrene Menschen mit Geduld, Verständnis und dem nötigen Fingerspitzengefühl, die ihm die Welt noch einmal neu erklären. Dafür ist es unbedingt erforderlich, dass seine Bezugspersonen in sich selbst ruhen, ihm ganz klare Vorgaben und Ansagen machen und Strolch somit feste Grenzen setzen können, an denen er sich orientieren kann. Unsichere Menschen würden sein Verhalten noch verschlimmern. Damit ist aber kein lauter Kommandoton oder gar körperliche Züchtigung gemeint!!! Konsequenz, Ruhe und Selbstsicherheit haben nichts mit Kasernenhofdrill zu tun, sondern müssen immer liebevoll und gelassen sein.

Vermutlich musste Strolch in seinem bisherigen Leben alles mehr oder weniger allein regeln, dabei wäre er regelrecht erleichtert, wenn das jemand für ihn übernehmen könnte, dem er vertraut und auf den er sich verlassen kann. Er möchte die Führung gar nicht selbst haben, sondern würde das gern seinem Chef überlassen. Dieser muss dann aber auch Konsequenz und Sicherheit ausstrahlen, sonst ist Strolch wieder nur auf sich selbst angewiesen.

Ausdrücklich möchten wir hier auch noch einmal darauf hinweisen, dass Strolch kein böser Hund ist und auch noch nie gebissen hat. Er nutzt das Knurren nur zur Abschreckung – und das bis jetzt mit gutem Erfolg. Noch ist aber nichts verloren, denn er ist jung und lernfähig und könnte in den richtigen Händen ein ganz toller Kumpel werden.

Bei seinen Gassigehern im Tierheim ist er das jetzt schon. Diese liebt er nämlich abgöttisch und kriegt sich vor Freude fast nicht mehr ein, wenn er mit ihnen spazieren gehen darf. Bei seinen Bezugspersonen ist er ein wahrer Schatz, er ist unendlich verschmust, anhänglich und dankbar und würde mit ihnen ganz sicher durch dick und dünn gehen. Mit ihnen schmust er auch wie ein Weltmeister, legt sich auf den Rücken und lässt sich den Bauch kraulen. Wenn er mit ihnen zusammen sein darf, strahlt er richtig über das ganze Strubbelgesicht und er scheint ein ganz anderer Hund zu sein. Er wirkt dann richtig glücklich und gelöst.

Umso unglücklicher ist unser Strolch jedoch hinter Tierheimgittern. Er mag das Gekläff der anderen Hunde außen herum überhaupt nicht, kann dann auch gar nicht wirklich entspannen, sondern steigert sich dann in den allgemeinen Stress hinein und bellt eifrig mit. Dabei ist er vermutlich gar nicht unverträglich, sondern er wird nur von der Gesamtsituation so hochgeputscht. Trotzdem würden wir ihn nicht zu einem Rüden vermitteln – entweder zu einer Hündin oder auch als Einzelhund.

Im Haus ist Strolch brav und sauber, er ist stubenrein und fährt auch gern im Auto mit. Ob er alleinbleiben kann, können wir noch nicht sagen, aber da er im Tierheim noch nie etwas kaputt gemacht hat, stehen die Chancen sehr gut. Trotzdem sollte man das Alleinbleiben vielleicht erst langsam trainieren und steigern.

Allzu lang sollte man einen so jungen Hund ohnehin nicht allein lassen, denn Strolch braucht Beschäftigung und Auslauf. Er möchte etwas lernen, geistig gefordert sein, aber sich auch körperlich auspowern können. Für lange Wanderungen durch Wald und Flur wäre er der ideale Begleiter und läuft auch schön an der Leine. Auch Ballspielen u.ä. ist er nie abgeneigt.

Ein Eigenheim mit Garten auf dem Land – das wäre Strolchs absoluter Zukunftstraum. Kleine Kinder sollten in seiner neuen Familie aber besser nicht leben.

Strolch sieht schon aus wie ein kleiner Schlingel – und er ist es sicher auch! Er ist ein kleiner Sonnenschein, der sicher noch für einige Kaspereien und Unsinn sorgen wird, noch viel lernen muss, aber auch viel zurückgibt. Welche netten Menschen mit dem richtigen Fingerspitzengefühl möchten ihm eine Chance geben und ihm die Welt erklären?

Kontakt:

Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
tsvkc@gmx.de
09261 / 20111
www.tierheim-kronach.de

Fritz

„Fritz“, männlich, Dt. Schäferhund-Malinois-Mix, geb. 14.06.19, 60 cm

Temperamentvolle Sportskanone sucht neuen Arbeitsplatz

Ohne Zweifel – Fritz ist ein Bilderbuchhund, wunderschön und Menschen gegenüber offen, freundlich und verschmust. Dennoch muss hier ausdrücklich gesagt werden, dass er kein Hund für „Otto Normalverbraucher“ ist. Denn Fritz ist ein regelrechtes Arbeitstier und wer sich einfach nur einen Freund für gemütliche gemeinsame Spaziergänge wünscht, wird mit dieser Sportskanone heillos überfordert sein.

Fritz sollte unbedingt an schäferhund-erfahrene Menschen vermittelt werden, die die Seele dieser Rasse verstehen und sich mit deren großen Arbeitseifer auskennen. Hunde wie Fritz möchten nicht nur einfach so „nebenbei mitlaufen“. Auch reine Bewegung füllt sie nicht wirklich aus – obwohl diese natürlich auch sehr wichtig ist. Für Couch-Potatoes ist Fritz jedenfalls ebenso wenig geeignet. Aber mit reiner körperlicher Auslastung ist es auch nicht getan, egal wie lange man wandert, joggt oder Fahrrad fährt.

Nein, Fritz braucht dringend ständigen geistigen Input in Form von Kommandos und Aufgaben sowie die Vorgabe von festen Grenzen, an die er sich halten kann. Er platzt fast vor Energie und Tatendrang und himmelt seine Menschen regelrecht an, weil er unbedingt etwas zu tun haben möchte. Er möchte mitdenken müssen, nicht einfach nur vor sich hinlaufen. Kleine Aufgaben beim Spazierengehen, das Erlernen von Kommandos, selbst von Kunststückchen und jegliche Art von Hundesport wären für Fritz nicht nur wünschenswert, sondern sogar unbedingt erforderlich, da er sonst einfach nicht ausgelastet ist. Das kann sehr anstrengend sein, keine Frage! Doch es macht auch Spaß, mit einem lernwilligen Hund zu arbeiten. Daher suchen wir für unser Energiebündel lieber etwas länger, um genau die passenden Menschen für ihn zu finden. Seine neuen Menschen sollen ja nicht überfordert oder Fritz bei ihnen unterfordert sein.

Was man bei Fritz auch unbedingt noch beachten muss, ist die Tatsache, dass er andere Hunde nicht wirklich toll findet. Zwar versteht er sich mit manchen Hündinnen, aber es ist immer Vorsicht geboten. Leider kann er bei seinen „Lieblings“- Rivalen auch ganz schön hochfahren, daher geht er bei uns im Moment nur mit Maulkorb spazieren. Das ist einfach sicherer. Den Maulkorb akzeptiert Fritz klaglos und lässt ihn sich auch ohne Probleme aufsetzen. Da ein Großteil seiner Nervosität jedoch daher rührt, dass er im Tierheim nie richtig zur Ruhe finden kann und er regelrecht aufgeputscht wird, weil es von allen Seiten um ihn herum bellt, könnten wir uns vorstellen, dass er in einem eigenen Zuhause ohne nervende Rivalen außen herum doch wesentlich relaxter wäre und dann vielleicht auch ohne Maulkorb auskommen könnte. Leider ist die stressige Tierheim-Atmosphäre für Hunde wie Fritz sehr kontraproduktiv und zusätzlich belastend.

Im Haus ist Fritz übrigens brav und sauber. Er kann sich benehmen und auch mal einige Zeit allein aushalten, ohne Unfug anzustellen. Die Türen müssen jedoch immer abgeschlossen sein, denn Türen-Öffnen ist Fritz´ leichteste Übung. Autofahren ist für ihn ebenfalls kein Problem.

Für Fritz suchen wir nun ein Zuhause mit sportlichen, aktiven und schäferhund-erfahrenen Menschen, die gerne mit einem Hund arbeiten. Auch körperlich sollten sie diesem Powerpaket gewachsen sein, denn leider zieht Fritz im Moment noch sehr an der Leine. Er ist im Tierheim einfach nicht ausgelastet und kann sein Temperament dann kaum zügeln, wenn er endlich mal raus darf.

Für kleine Kinder ist Fritz aufgrund seines überschäumenden Temperaments nicht geeignet. Auch andere Hunde oder Katzen sollten nicht anwesend sein. Ideal wäre ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten, so dass Fritz auch ohne Leine toben und spielen kann.

Fritz ist zwar ein Hund, der einige Ansprüche stellt, aber er ist im Grunde seines Herzens ein wirklich lieber und feiner Kerl. Er würde für seine Menschen durchs Feuer gehen und wäre genau der treue Kumpel, den man sich unter einem Schäferhund landläufig vorstellt. Nun fehlen uns nur noch die Menschen, die seine Seele verstehen und bei denen er ankommen und sich aufgehoben fühlen darf,

Welche Schäferhundfans haben Freude daran, mit so einem Power-Paket zu arbeiten? Wo darf unser energiegeladener Fritz seine neue Arbeitsstelle antreten?

Kontakt:

Tierschutzverein Kronach
Ottenhof 2
96317 Kronach
tsvkc@gmx.de
09261 / 20111
www.tierheim-kronach.de


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